Auch ohne neue Produkte

Deutscher Mittelstand lässt Konkurrenz aus anderen Ländern hinter sich

Deutscher Mittelstand im Ländervergleich: Anteil der Unternehmen, die ihren Gewinn von 2013 auf 2014 steigern konnten. (Grafik: Hiscox eDNA Studie 2014)

Deutscher Mittelstand im Ländervergleich: Anteil der Unternehmen, die ihren Gewinn von 2013 auf 2014 steigern konnten. (Grafik: Hiscox eDNA Studie 2014)

In Deutschland steigern kleine und mittelständische Unternehmen Umsatz, Gewinn, Zahl der Neukunden und Aufträge stärker als in anderen Ländern. Die deutschen Mittelständler sind dabei auch ohne die Entwicklung neuer Produkte erfolgreich. Befragt wurden Unternehmen in Großbritannien, USA, den Niederlanden, Frankreich und Spanien.

Absatz stagniert

Automarkt in Deutschland kommt nicht aus der Krise

Der Pkw-Absatz ist im August um 0,4 Prozent geschrumpft. Damit ist nicht zu erwarten, dass sich der Absatz im laufenden Jahr besser entwickelt als in 2013. Der VDA rechnet mit knapp 3 Millionen Neuzulassungen. Die Hersteller konzentrieren sich verstärkt auf neue Märkte: VW steht kurz vor dem Bau einer Fabrik in Thailand und will von dort aus Fahrzeuge in die Region exportieren.

Wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint haben Betreiber von Windparks und Solaranlagen ein Problem. (Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint haben Betreiber von Windparks und Solaranlagen ein Problem. (Foto: Uwe Zucchi/dpa)

E.ON und RWE nehmen Rückschläge bei Energiewende hin

Die Krise von Kohle- und Gaskraftwerken lässt die Bedeutung von Erneuerbaren Energieträgern wie Wind, Wasser und Sonnenlicht für Energiekonzerne steigen. Doch RWE und E.ON müssen immer wieder Rückschläge hinnehmen.

Die neue EU-Außenbeauftragte, die Italienerin Federica Mogherini, am Dienstag beim Hearing vor dem EU-Parlament: Sie ist eigentlich keine Hardlinerin gegen Russland, muss jedoch der Machtlogik des EU-Apparats folgen und muss mit den Wölfen heulen. (Foto: dpa)

Die neue EU-Außenbeauftragte, die Italienerin Federica Mogherini, am Dienstag beim Hearing vor dem EU-Parlament: Sie ist eigentlich keine Hardlinerin gegen Russland, muss jedoch der Machtlogik des EU-Apparats folgen und muss mit den Wölfen heulen. (Foto: dpa)

Neue Sanktionen, kein Plan

Neue EU-Außenbeauftragte zu Russland: „Zeit der völligen Finsternis“

Die EU bereitet mit Hochdruck neue Sanktionen gegen Russland vor. Zwar weiß man in Brüssel offenbar selbst nicht so genau, warum der Kurs jetzt verschärft wird. Die neue Außenbeauftragte Mogherini sieht die EU in "einer Zeit der völligen Finsternis". Weil sie im Dunklen tappt, ist die EU umso wilder entschlossen zu handeln.

Die ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter warnen Merkel vor Nato-Generalsekretär Rasmussen. Denn als dänischer Premier hat er auch 2003 im Vorfeld des Irak-Kriegs massiv gelogen. (Foto: dpa)

Die ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter warnen Merkel vor Nato-Generalsekretär Rasmussen. Denn als dänischer Premier hat er auch 2003 im Vorfeld des Irak-Kriegs massiv gelogen. (Foto: dpa)

Das Dokument im Wortlaut

Krieg gegen Russland: Ehemalige Geheimdienstler warnen Merkel vor falschen „Beweisen“

Ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten haben einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben, in dem sie vor einem Krieg mit Russland warnen. Die von den USA vorgelegten Beweise für eine russische Invasion der Ukraine seien höchst zweifelhaft und erinnerten an die falschen Beweise im Vorfeld des Angriffs auf den Irak.

Connected Home: Wer von unterwegs schon mal den Ofen vorheizen will, der braucht ihn nur mal anzurufen. (Foto: Flickr/ CCS Insight)

Connected Home: Wer von unterwegs schon mal den Ofen vorheizen will, der braucht ihn nur mal anzurufen. (Foto: Flickr/ CCS Insight)

Vernetztes Zuhause soll Alltag werden

TV-Hersteller leiden unter Tablet-Boom

Smarte Haushaltsgeräte, Smartphones und Tablets werden immer besser aufeinander abgestimmt. Einzig die TV-Hersteller können von dem Trend der Vernetzung mehrerer Geräte nicht profitieren. Sie verlieren Marktanteile an Tablet- und Smartphone-Hersteller. Dem Kunden sind derzeit die Steuerung des Backofens, Geschirrspülers oder der Waschmaschine von unterwegs wichtiger.

Taxifahrer erhalten durch den Fahrdienst Uber eine starke Konkurrenz. (Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Taxifahrer erhalten durch den Fahrdienst Uber eine starke Konkurrenz. (Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Uber fährt weiter

Fahrdienst Uber wehrt sich gegen Urteil: Angebot läuft weiter

Die US-Firma Uber kündigt Widerspruch gegen einen Gerichtsentscheid ein, der dem Taxi-Dienst die Vermittlung von Privatpersonen als Fahrer untersagt. Die Fahrer hätten keine Genehmigung zur Beförderung von Personen, begründen die Richter ihre Entscheidung. Dem Staat entgehen durch Unternehmen wie Uber Steuern und Sozialbeiträge.

Waffen gegen IS werden noch mehr Chaos bringen

Sehr starke Rede: Gregor Gysi demontiert hilflose deutsche Außenpolitik

Im Bundestag hat Gregor Gysi die Außenpolitik von Union und SPD in einer analytischen, scharfsinnigen und kühlen Analyse in der Luft zerrissen. Gysis Plädoyer: 75 Jahre nachdem die Deutschen den Zweiten Weltkrieg entfesselt hatten, sollte sich Deutschland nicht willenlos an die US-Interessen ankoppeln, sondern sich als Anwalt des Friedens in der Welt verstehen. Dokumentation einer schonungslosen Abrechnung.

Dem globalen Volke: Wolfgang Schäuble will die Demokratie durch etwas Neues, mehr Präsidiales ersetzen. Nur so könne die Modernitäts-Verweigerer angemessen regiert werden. Foto: Laurence Chaperon)

Dem globalen Volke: Wolfgang Schäuble will die Demokratie durch etwas Neues, mehr Präsidiales ersetzen. Nur so könne die Modernitäts-Verweigerer angemessen regiert werden. Foto: Laurence Chaperon)

Herrsche, um nicht teilen zu müssen!

Schäuble fordert Umbau der Demokratie: Will er eine Monarchie?

Wolfgang Schäuble ist der Auffassung, dass die Nationalstaaten ihr Monopol zur politischen Vertretung der Bürger verloren haben. Er will mehr Kompetenzen auf globaler Ebene, am besten mit "präsidialen Elementen". Zu Ende gedacht landet man mit diesem Konzept bei einer globalen Monarchie, die von den Bürgern zwar gewählt, jedoch nicht mehr kontrolliert werden kann.

Reaktion auf EU-Sanktionen

Russland baut Wirtschaftsbeziehungen mit Asien aus

Die Kooperation Russlands mit Asien weitet sich aus. Thailand eilt Russland im Handelskrieg mit der EU zu Hilfe und bietet Putin an, jene Lebensmittel zu liefern, die die Russen bisher von aus der EU und den USA bezogen haben. Russland startet zudem den Bau einer 4.000 Kilometer langen Pipeline nach China.

Beim Nato-Außenminister-Treffen in Brüssel wurde vergangene Woche über die Reaktion gegen Russland beraten. (Foto: dpa)

Beim Nato-Außenminister-Treffen in Brüssel wurde vergangene Woche über die Reaktion gegen Russland beraten. (Foto: dpa)

„Gründungsakte“ regelt Stationierungen

Polen fordert: Nato soll Vertrag mit Russland kündigen

Polen und Kanada fordern gemeinsam mit den baltischen Staaten die Auflösung der Nato-Russland-Gründungsakte. Diese regelt die Beschränkungen für das Militärbündnis, im Gebiet des ehemaligen Ostblocks Truppen zu stationieren. Die Nato plant offenbar fünf neue Stützpunkte in Osteuropa. Der neue EU-Präsident Donald Tusk kommt aus Polen und tritt strikt für eine harte Haltung gegen Russland ein.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Angela Merkel befürworten die Waffenlieferungen an die Kurden im Irak, so die Kanzlerin in einer Regierungserklärung. (Foto: dpa)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Angela Merkel befürworten die Waffenlieferungen an die Kurden im Irak, so die Kanzlerin in einer Regierungserklärung. (Foto: dpa)

Kampf gegen IS

Kämpfer im Irak bekommen deutsche Waffenlieferungen geschenkt

Die erste Lieferung „nicht-letaler“ Güter soll am 4. September über Bagdad erfolgen. Dort soll die irakische Regierung die Gelegenheit haben, die Fracht zu kontrollieren und freizugeben. Bezahlt wird nicht - zumindest nicht von den unbekannten Kämpfern. Die Kosten übernimmt der Steuerzahler. Was mit den Waffen geschieht, entzieht sich seiner Kontrolle.

Steuern und Sozialbeiträge lassen die Kassen des Bundes klingeln. (Foto: Flickr/ Images Money)

Steuern und Sozialbeiträge lassen die Kassen des Bundes klingeln. (Foto: Flickr/ Images Money)

Erstmals seit der Wende im Plus

Hohe Beschäftigung beschert Staat Überschuss von 16 Milliarden Euro

Einnahmen aus Lohnsteuer und Sozialversicherungen bescheren dem Bunde einen Überschuss von über 16 Milliarden Euro. Doch Experten warnen: das schwache Wirtschaftswachstum werde sich im zweiten Halbjahr negativ auf den Staatshaushalt auswirken.

Die Piloten von Lufthansa könnten jederzeit einen Streik ankündigen. Sie wollen dem Unternehmen nur einen Tag vorher bescheid geben. (Foto: Peter Endig/ZB/dpa)

Die Piloten von Lufthansa könnten jederzeit einen Streik ankündigen. Sie wollen dem Unternehmen nur einen Tag vorher bescheid geben. (Foto: Peter Endig/ZB/dpa)

Neues Gesetz für Tarifeinheit

Arbeitgeber wollen Macht kleiner Gewerkschaften beschränken

Im Tarifstreit in großen Branchen wie dem Luft- oder Schienenverkehr bereiten kleine Gewerkschaften den Arbeitgebern Kopfzerbrechen. Da sie Partikularinteressen für eine kleine Arbeitnehmer-Gruppe durchsetzen wollen, erschweren sie eine Einigung auf einen flächendeckenden Tarifvertrag, so die Argumentation der Arbeitgeber. Ein neues Gesetz soll die Tarifeinheit befördern.

Der Weltmarktführer von Pkw-Schließsystemen aus Heiligenhaus bei Düsseldorf wurde vom börsennotierten chinesischen Automobilzulieferer Lingyun (Peking) übernommen. (Foto: Nico Kurth dpa/lnw)

Der Weltmarktführer von Pkw-Schließsystemen aus Heiligenhaus bei Düsseldorf wurde vom börsennotierten chinesischen Automobilzulieferer Lingyun (Peking) übernommen. (Foto: Nico Kurth dpa/lnw)

Zahl der Projekte steigt

Chinas Unternehmen investieren mehr in Deutschland

Die Zahl der Projekte, an denen chinesische Investoren beteiligt sind, ist innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Nirgendwo sonst investieren chinesische Unternehmen so viel wie in Deutschland. Nue die USA und die Schweiz sind an noch mehr Projekten in Deutschland beteiligt.

Der amtierende OSZE-Vorsitzende, der Schweizer Didier Burkhalter, mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Die OSZE Beobachter in der Ukraine haben keine Hinweise auf russische Truppen in der Ukraine. (Foto: dpa)

Der amtierende OSZE-Vorsitzende, der Schweizer Didier Burkhalter, mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Die OSZE Beobachter in der Ukraine haben keine Hinweise auf russische Truppen in der Ukraine. (Foto: dpa)

Unabhängige Beobachter

OSZE: „Keine Hinweise auf Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden“

Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden. Das sagte ein Sprecher der Organisation den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der russischen Armee.

Gregor Gysi konterte Merkels Motto (Das, was ist, wiegt in diesem Fall schwerer als das, was sein könnte) mit der elementaren Grundregel jeder Demokratie: Politik muss ihre Handlungen vom Ende her denken. (Foto: dpa)

Gregor Gysi konterte Merkels Motto (Das, was ist, wiegt in diesem Fall schwerer als das, was sein könnte) mit der elementaren Grundregel jeder Demokratie: Politik muss ihre Handlungen vom Ende her denken. (Foto: dpa)

Die neue Alternativlosigkeit

Bundestag: Nur die Linke und einige Grüne gegen Waffen für Irak

Der Bundestag hat Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel bei der Waffenlieferung in den Irak Rückendeckung gegeben. Nur die Linkspartei und einige Grüne stimmten gegen den grundsätzlichen Kurswechsel in der deutschen Außenpolitik. Merkel begründete die Waffenlieferung mit den Worten: «Das, was ist, wiegt in diesem Fall schwerer als das, was sein könnte.»

Angela Merkel forderte in einer Regierungserklärung von Wladimir Putin Aufklärung über die russischen Truppen in der Ukraine. Die unabhängige OSZE sagte allerdings, sie habe keine Hinweise auf russische Verbände in der Ukraine.

Angela Merkel forderte in einer Regierungserklärung von Wladimir Putin Aufklärung über die russischen Truppen in der Ukraine. Die unabhängige OSZE sagte allerdings, sie habe keine Hinweise auf russische Verbände in der Ukraine.

OSZE fordert Waffenstillstand

Merkel verlangt von Russland Aufklärung über Truppen in der Ukraine

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat von der Regierung in Moskau Aufklärung über die mutmaßliche Präsenz russischer Truppen in der Ukraine verlangt. Sie forderte von der OSZE mehr Engagement: Die OSZE hatte am Montag mitgeteilt, dass sie keine Hinweise auf russische Truppen in der Ukraine habe.

Duisburg am Rhein: Die Aufträge der deutsche Industrie gehen aufgrund der Sanktionen gegen Russland zurück. (Foto: Flickr/ Roger Wollstadt)

Duisburg am Rhein: Die Aufträge der deutsche Industrie gehen aufgrund der Sanktionen gegen Russland zurück. (Foto: Flickr/ Roger Wollstadt)

Aufträge stagnieren

Handelskrieg mit Russland bremst deutsche Industrie aus

Die Sanktionen gegen Russland führen dazu, dass die Aufträge der deutschen Industrie langsamer steigen. Eine Umfrage unter 500 Firmen bestätigt Einbußen beim Export und beim Wachstum. Am stärksten zeigt sich das im Maschinenbau. Die Verunsicherung äußert sich in sinkenden Investitionen.

Präsident Wladimir Putin am Sonntag bei der Judo-WM im russischen Chelyabinsk. Die Russen sind in dieser Kampfsportart, die vor allem Technik und Intelligenz erfordert, traditionell sehr erfolgreich. (Foto: dpa)

Präsident Wladimir Putin am Sonntag bei der Judo-WM im russischen Chelyabinsk. Die Russen sind in dieser Kampfsportart, die vor allem Technik und Intelligenz erfordert, traditionell sehr erfolgreich. (Foto: dpa)

Merkel: Das ist kein Bürgerkrieg

Merkel: Russland versucht, Grenzen „unter Einsatz von Gewalt zu verschieben“

Angela Merkel ist der Auffassung, dass es sich bei dem Krieg in der Ukraine um einen Krieg zwischen Russland und der Ukraine handle und nicht um einen Bürgerkrieg. Es ist unklar, wie Merkel zu diesem Schluss kommt. Die offiziellen Beobachter der OSZE haben keine russischen Truppen auf dem Boden der Ukraine gesehen. Der Einsatz von Truppen wir gemeinhin als notwendig für einen Krieg erachtet.

Trotz schwerer Waffen konnte die ukrainische Armee den Flughafen von Lugansk nicht halten. Damit verzeichnen die Rebellen einen weiteren Territorial-Gewinn. (Foto: dpa)

Trotz schwerer Waffen konnte die ukrainische Armee den Flughafen von Lugansk nicht halten. Damit verzeichnen die Rebellen einen weiteren Territorial-Gewinn. (Foto: dpa)

Strategisch wichtiges Terrain

Ukrainische Armee muss strategisch wichtigen Flughafen von Lugansk aufgeben

Die ukrainische Armee hat den Kampf um den Flughafen von Luhansk verloren. Nach einer schweren Schlacht, in die nach ukrainischen Angaben auch ein russisches Panzerbatallion verwickelt gewesen sein soll, gab die Armee den strategisch wichtigen Flughafen auf.

Von 18 bis 21 Uhr streiken die Lokführer am Montag. (Foto: Martin Schutt/dpa )

Von 18 bis 21 Uhr streiken die Lokführer am Montag. (Foto: Martin Schutt/dpa )

Tarifstreit für 160.000 Bahn-Arbeiter

Lokführer streiken ab Montag um 18 Uhr

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat im Güterverkehr ab 18 Uhr zum Streik aufgerufen. Die Bahn will über alle Forderungen der Gewerkschaften verhandeln. Insgesamt vertreten die Gewerkschaften rund 160.000 Bahn-Mitarbeiter in Deutschland.

Die Touch-ID-Funktion des iPhones soll bald auch das Bezahlen im Geschäft möglich machen. (Foto: Flickr/ Kārlis Dambrāns)

Die Touch-ID-Funktion des iPhones soll bald auch das Bezahlen im Geschäft möglich machen. (Foto: Flickr/ Kārlis Dambrāns)

Bezahlen per Fingerabdruck

Apple stattet neues iPhone mit digitaler Brieftasche aus

Das neue iPhone kann den Fingerabdruck des Users auslesen und dadurch Käufe für ihn abwickeln. Die digitale Geldbörse (Wallet) soll das Bezahlen im Geschäft revolutionieren und Apple neue Marketing-Möglichkeiten eröffnen. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob der Einzelhandel die Technologie annimmt.

Die Amerikaner wollen den Europäern die Aufräum-Arbeiten des Ukraine-Fiaskos überlassen. Das wird teuer für die Steuerzahler und die Wirtschaft in Europa. (Foto: dpa)

Die Amerikaner wollen den Europäern die Aufräum-Arbeiten des Ukraine-Fiaskos überlassen. Das wird teuer für die Steuerzahler und die Wirtschaft in Europa. (Foto: dpa)

Die europäische Außenpolitik dankt ab

Amerikaner treiben EU weiter in eine Eskalation mit Russland

War es ein Übersetzungsfehler? Oder eine Manipulation? Eine Aussage von Wladimir Putin existiert plötzlich in zwei unterschiedlichen englisch-sprachigen Versionen. Doch wie schon bei den bisherigen "Beweisen" ist es völlig gleichgültig, was wirklich gesagt wurde oder geschehen ist: Die EU soll auf Druck aus Washington die Sanktionen gegen Russland verschärfen. Die USA suchen einen Vorwand, um den Stellvertreter-Krieg weiter zu eskalieren - und sicherzustellen, dass die Europäer die Rechnung für das Ukraine-Fiasko bezahlen.

Das Misstrauen wächst

Russland führt Überwachungs-Flug über Deutschland durch

Russland hat für diese Woche einen offiziellen militärischen Überwachungsflug über Deutschland angekündigt. Die Überwachung erfolgt auf Grundlage einer OSZE-Vereinbarung und ist eine Antwort auf Großbritannien: Die Briten haben ihrerseits einen Überwachungsflug über Russland angekündigt.

Auch das deutsche Heer beteiligt sich an den Nato-Plänen in Osteuropa. Die deutsche Luftwaffen gilt in Nato-Kreisen als besonders effektiv. (Foto: dpa)

Auch das deutsche Heer beteiligt sich an den Nato-Plänen in Osteuropa. Die deutsche Luftwaffen gilt in Nato-Kreisen als besonders effektiv. (Foto: dpa)

Russland in der Zwickmühle

Nato will Militär-Manöver in Osteuropa verstärken

Die Nato möchte ihre Aktivitäten in Osteuropa ausbauen. Es sollen in regelmäßigen Abständen Militär-Manöver durchgeführt werden. Zudem sollen fünf neue Stützpunkte errichtet werden. Das transatlantische Bündnis definiert Russland als Aggressor und will einen neuen Geist in der Nato.

Kanzlerin Angela Merkel muss darauf achten, dass in Brüssel Schlüsselpositionen mit den richtigen Leuten besetzt werden. (Foto: dpa)

Kanzlerin Angela Merkel muss darauf achten, dass in Brüssel Schlüsselpositionen mit den richtigen Leuten besetzt werden. (Foto: dpa)

Krise kann jederzeit ausbrechen

Die heimliche Enteignung: Wie schützen wir unser Geld vor Banken und Politikern?

Die Sparer bekommen keine Rendite mehr. Die Zentralbanken strafen die Sparer und subventionieren die Schuldner. In der Euro-Zone ist kein Problem gelöst: Die Krise kann jederzeit wieder losbrechen. Der renommierte Finanzjournalist Michael Rasch von der Neuen Zürcher Zeitung rät den Sparern zu einem sehr realistischen Blick, um ihre Ersparnisse zu schützen.

(Grafik: In Anlehnung an Stiglitz, Joseph: Volkswirtschaftslehre, 2. Auflage, S. 42-43)

(Grafik: In Anlehnung an Stiglitz, Joseph: Volkswirtschaftslehre, 2. Auflage, S. 42-43)

50 Milliarden Euro gingen nach Afghanistan

Kanonen statt Butter: Krieg ist kein intelligentes Investment

Der Afghanistan-Einsatz hat den Bund bereits jetzt fast 50 Milliarden Euro gekostet. Das sei völlig unnötig gewesen. Das Geld der Steuerzahler hätte stattdessen für den Ausbau des Internets investiert werden sollen. Somit hätte Deutschland bereits 60 Prozent der Haushalte mit der Infrastruktur der Zukunft ausgestattet.

Die EU-Steuerzahler müssen mehr als 400 Millionen Euro hergeben, damit die baltischen Staaten ohne russisches Gas auskommen. (Foto: dpa)

Die EU-Steuerzahler müssen mehr als 400 Millionen Euro hergeben, damit die baltischen Staaten ohne russisches Gas auskommen. (Foto: dpa)

Teure Abwendung von Russland

EU will weniger Gas aus Russland: Milliarden-Kosten für die Steuerzahler

Die Energie-Politik der EU, die starkt von den USA betrieben wird, dürfte den Steuerzahler wegen der Verschärfung der Gangart gegen Russland Milliarden kosten. Eine Pipeline zwischen Polen und Litauen muss finanziert werden. Die Balkan-Staaten verlangen Hilfe mit Flüssiggas, falls diesen Winter kein russisches Gas mehr durch die Ukraine fließt. Wer das alles bezahlen soll, ist völlig unklar.

Sie werden vermutlich künftig in Sachsen regieren: Ministerpräsident Stanislaw Tillich von der CDU und SPD-Spitzenkandidat Martin Dulig. (Foto: dpa)

Sie werden vermutlich künftig in Sachsen regieren: Ministerpräsident Stanislaw Tillich von der CDU und SPD-Spitzenkandidat Martin Dulig. (Foto: dpa)

Große Koalition dürfte kommen

Sachsen: NPD fliegt in letzter Sekunde aus dem Landtag, AfD bei 9,7 Prozent

Das vorläufige amtliche Endergebnis von Sachsen liegt vor: Die NPD flog in letzter Sekunde aus dem Landtag. Das Ende der FDP stand schon früher fest. CDU-Ministerpräsident Tillich schloss erstmals eine Koalition mit der AfD aus. Damit stehen die Zeichen in Dresden auf eine Große Koalition.

AfD-Chef Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel freuen sich über das Ergebnis der Landtagswahl Sachsen. (Foto: dpa)

AfD-Chef Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel freuen sich über das Ergebnis der Landtagswahl Sachsen. (Foto: dpa)

CDU stärkste Partei

Sachsen: AfD gewinnt massiv, doch CDU strebt Koalition mit SPD an

Trotz des Wahlsiegs wird das Ergebnis die CDU aufschrecken: Die AfD erreichte auf Anhieb 10 Prozent (Hochrechnung 9,8 Prozent), während die FDP aus dem Landtag geflogen ist. In der CDU hat bereits die Debatte um eine Koalition mit der AfD begonnen. Den ersten Signalen zufolge wird es in Sachsen eine große Koalition geben. Die Wahlbeteiligung sank drastisch auf 48,5 Prozent.

Große Wirbeltiere wie dieser Königs-Tiger und dieser Schwarzbär sind mit am stärksten vom Aussterben bedroht. (Foto: dpa)

Große Wirbeltiere wie dieser Königs-Tiger und dieser Schwarzbär sind mit am stärksten vom Aussterben bedroht. (Foto: dpa)

1.000 Spezies vom Aussterben bedroht

Forscher warnen vor größtem Tiersterben in der Geschichte des Planeten

Forscher warnen vor einem massenhaften Tiersterben durch den verantwortungslosen Umgang der Menschen mit der Natur. Mehr als tausend Arten sind akut bedroht. In der Geschichte des Planeten wurden Tierarten sonst nur durch große Naturkatastrophen derart schnell ausgelöscht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt die Richtung an. Die Kurden im Nordirak werden deutsche Waffen erhalten. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt die Richtung an. Die Kurden im Nordirak werden deutsche Waffen erhalten. (Foto: dpa)

Raketen, Maschinengewehre, Handgranaten

Irak: Waffen für Kurden kosten Steuerzahler 70 Millionen Euro

Die Bundesregierung hat am Sonntagabend ein lange deutsche Tradition beendet: Erstmals werden Waffen in ein Kriegsgebiet geliefert. Merkel sagte, bei der Lieferung gehe es um das "sicherheitspolitische Interessen" Deutschlands. Die Kosten für den Steuerzahler werden etwa 70 Millionen Euro betragen. Verteidigungsministerin Von der Leyen hofft, dass "dass der Bundeswehr alles mittelfristig ersetzt wird".

Die Einwohner von Mariupol bildeten in den vergangenen Tagen Menschenketten, um ihre Solidarität mit der ukrainischen Armee zu demonstrieren. (Foto: dpa)

Die Einwohner von Mariupol bildeten in den vergangenen Tagen Menschenketten, um ihre Solidarität mit der ukrainischen Armee zu demonstrieren. (Foto: dpa)

Bürger unterstützen ukrainische Armee

Mariupol erwartet Groß-Angriff der Rebellen

In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol bereiten sich die Bewohner auf einen Angriff der Rebellen vor. Es haben sich Freiwilligenbataillons gebildet, die die ukrainische Armee unterstützen werden. Doch zahlreiche Menschen sind aus der Stadt geflüchtet.

Russlands Präsident Wladimir Putin und sein Premierminister Dimitri Medwedew sind in der Westukraine unbeliebt. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin und sein Premierminister Dimitri Medwedew sind in der Westukraine unbeliebt. (Foto: dpa)

Putin-Sprecher zeigt sich diplomatisch

Russland: Noworossija soll „selbstverständlich“ Teil der Ukraine bleiben

Russlands Präsident Wladimir Putin fordert Verhandlungen zwischen den Rebellen und der Regierung in Kiew. Der Status der Ostukraine müsse ausgehandelt werden. Dieser Teil der Ukraine wird in Russland auch Noworossija genannt. Doch Moskau habe keinerlei territoriale Ansprüche. Noworossija sei ein Teil der Ukraine.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico stellt sich gegen weitere Russland-Sanktionen der EU. (Foto: dpa)

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico stellt sich gegen weitere Russland-Sanktionen der EU. (Foto: dpa)

Rosneft warnt deutsche Maschinenbauer

Slowakei droht mit Veto gegen verschärfte Russland-Sanktionen

In der EU gibt es deutliche Widerstand gegen verschärfte Sanktionen gegen Russland. Der slowakische Premier Fico nannte die Sanktionen "überflüssig und kontraproduktiv" und droht mit einem Veto. Der Chef von Rosneft bohrte in den Wunden der europäischen Export-Industrie und sagte, wenn Deutschland seine Maschinen nicht an Russland liefern wolle, dann werde man sie eben in Südkorea oder China kaufen.

Malgorzata Tusk hat ihren Mann Donald gedrängt, den lukrativen Posten in Brüssel anzunehmen. (Foto: dpa)

Malgorzata Tusk hat ihren Mann Donald gedrängt, den lukrativen Posten in Brüssel anzunehmen. (Foto: dpa)

„Mehr Prestige, mehr Geld, weniger Arbeit“

Polen spotten über EU-Chef Tusk: „Mehr Prestige, mehr Geld, weniger Arbeit…“

Der Bestellung von Donald Tusk zum EU-Ratspräsidenten ist exemplarisch für die Funktionsweise der EU: Statt einen versierten Verwaltungs-Experten versorgen die Regierungen einen Politiker mit dem obersten Bürokraten-Posten. Tusk lässt sich, wie polnische Medien spotten, als erster vom sinkenden Schiff evakuieren. Der konservative Politiker spricht kaum Englisch, macht dafür aber einen stolzen Gehaltssprung als Rompuy-Nachfolger. Ein Sittenbild.

Napoleon Bonaparte wollte Europa zu einem Super-Staat machen, doch erst die EZB scheint mit diesem Vorhaben erfolgreich zu sein. (Foto: dpa)

Napoleon Bonaparte wollte Europa zu einem Super-Staat machen, doch erst die EZB scheint mit diesem Vorhaben erfolgreich zu sein. (Foto: dpa)

Bürger und Politik verlieren die Kontrolle

Napoleons Traum wird wahr: Die EZB erzwingt den Einheits-Staat in Europa

Im Schatten der geopolitischen Wirrnisse wandelt Mario Draghi die EZB zu einer über allen stehenden Großbank und zugleich zu einer Planungskommission um. Innerhalb der EU wird die EZB unwiderruflich zum Staat um Staate. Die Regierungen schauen tatenlos zu, weil sie hoffen, dass die EZB sie damit von den europäischen Staatsschulden befreit. Der Preis ist ein nicht demokratisch legitimierter oder kontrollierter Einheitsstaat. Napoleon Bonaparte würde vor Neid erblassen.

US-Präsident Obama trug bisher wenig zur Deeskalation des Ukraine-Konflikts bei. (Foto: dpa)

US-Präsident Obama trug bisher wenig zur Deeskalation des Ukraine-Konflikts bei. (Foto: dpa)

Putin wurde unnötig provoziert

US-Think-Tank: Krise in der Ukraine ist die Schuld des Westens

Das Council on Foreign Relations sieht die Hauptschuld für die Eskalation in der Ukraine beim Westen. Die Einkreisung Russlands durch die NATO, die Expansion der EU und der - durch den Westen finanzierte Umsturz in Kiew hätten die Krise ausgelöst. Die ständigen Schuldzuweisungen an Putin seien deshalb falsch.

Mysteriöses Begräbnis von Gefallenen

Russischer Verleger nach Bericht über getötete russische Soldaten niedergeschlagen

Ein russischer Verleger ist nach einem Bericht über getötete Soldaten von Unbekannten niedergeschlagen worden. Seine Zeitung hatte über ein mysteriöses Begräbnis berichtet, bei dem offenbar Soldaten beerdigt wurden, die in der Ukraine gefallen waren. Auch die Vereinigung "Soldatenmütter" aus St. Petersburg kritisiert die Politik des Kreml, Soldaten in die Ukraine zu schicken.

Donald Tusk (hier rechts) wird neuer EU-Ratspräsident. Die Italienerin Federica Mogherini (hier links) wird EU-Außenbeauftragte. (Foto: dpa)

Donald Tusk (hier rechts) wird neuer EU-Ratspräsident. Die Italienerin Federica Mogherini (hier links) wird EU-Außenbeauftragte. (Foto: dpa)

Russland-Sanktionen verschoben

Wegen Ukraine-Krise: EU-Personal im Eiltempo bestimmt

Die Bestellung von Donald Tusk und Federica Mogherini als führende EU-Verwalter erfolgte wie schon in der Vergangenheit nicht durch eine demokratische Wahl, sondern durch einen umfassenden Deal zwischen den Staatschefs. Von Tusk erwartet sich vor allem Angela Merkel, dass Brüssel eng an Deutschland angekoppelt agiert. Die Kanzlerin sieht die Zukunft der EU mit bangen Gefühlen.

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite sieht Russland bereits im Krieg gegen Europa. (Foto: dpa)

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite sieht Russland bereits im Krieg gegen Europa. (Foto: dpa)

Waffenlieferungen sofort stoppen

Litauen sieht „Russland praktisch im Krieg mit Europa“

Sie litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite fordert eine härtete Gangart gegen Wladimir Putin: Russland befinde sich praktisch bereits im Krieg mit Europa. Der ukrainische Präsident Poroschenko sieht in der Auseinandersetzung in der Ostukraine einen "umfassenden Krieg", vom dem es möglicherweise kein Zurück mehr gäbe.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will die die Umwandlung der Nato antreiben, um den osteuropäischen Raum zu kontrollieren. (Foto: dpa)

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will die die Umwandlung der Nato antreiben, um den osteuropäischen Raum zu kontrollieren. (Foto: dpa)

10.000 Mann für den Einsatz im Osten

Nato baut schnelle Eingreif-Truppe für Osteuropa auf

Die Nato stellt eine rasche Eingreiftruppe auf, die als „Antwort auf russische Aggression in der Ukraine“ zum Einsatz kommen kann. Die Truppe wird unter dem Oberkommando der Briten stehen. 10.000 Mann werden vor allem aus dem Baltikum und den Niederlanden entsandt. Litauen ist der Auffassung, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland stellvertretend für ganz Europa führe.

Die Pkw-Maut wird offenbar nicht nur ausländische, sondern auch deutsche Autobahnfahrer belasten. (Foto: dpa)

Die Pkw-Maut wird offenbar nicht nur ausländische, sondern auch deutsche Autobahnfahrer belasten. (Foto: dpa)

Deutsche sollen belastet werden

Schäuble lässt Alternativ-Konzept zur Pkw-Maut erarbeiten

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lässt ein alternatives Konzept zu den Maut-Plänen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt erarbeiten. Schäuble möchte nicht nur Ausländer, sondern auch deutsche Autobahn-Nutzer belasten.

Schulz und Barroso für Verschärfung

Ukraine: EU gespalten über neue Sanktionen gegen Russland

Die EU ist über neue Sanktionen gegen Russland gespalten. Daher wird für den Gipfel am Samstag keine neue Verschärfung erwartet. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verlangen allerdings neue Sanktionen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeiser spricht von einer neuen Dimension im Ukraine-Konflikt. (Foto: FILIP SINGER/dpa)

Außenminister Frank-Walter Steinmeiser spricht von einer neuen Dimension im Ukraine-Konflikt. (Foto: FILIP SINGER/dpa)

Export, Kapital, Agrar

Neue EU-Sanktionen würden auch die deutsche Wirtschaft treffen

Exporte, Investitionen und Landwirtschaft leiden unter den EU-Sanktionen gegen Russland und den entsprechenden Gegensanktionen. Sollte es zu einer Verschärfung des Handelskrieges kommen, rückt eine Rezession in Deutschland in greifbare Nähe.

Die gezielte Behandlung des Gehirns mit elektrischen Impulsen könnte eine Therapie gegen Gedächtnisverlust werden. (Foto: Flickr/Saad Faruque)

Die gezielte Behandlung des Gehirns mit elektrischen Impulsen könnte eine Therapie gegen Gedächtnisverlust werden. (Foto: Flickr/Saad Faruque)

Behandlung von Gedächtnisstörungen

Gezielte elektromagnetische Impulse verbessern Gedächtnisleistung

In einem Experiment setzten sich Probanden gezielt elektromagnetischen Impulse auf den Kopf aus. Die Impulse auf den Hippokampus halfen ihnen, bei Tests zur Gedächtnisleistung 30 Prozent besser abzuschneiden, als Probanden, deren Gehirne keinem Strom ausgesetzt waren.

Die Pilotenvereinigung Cockpit will kommende Woche die Streiks fortsetzen. (Foto: Axel Heimken/dpa)

Die Pilotenvereinigung Cockpit will kommende Woche die Streiks fortsetzen. (Foto: Axel Heimken/dpa)

Folgestreiks kommende Woche

Germanwings verliert Millionen durch Piloten-Streik

Die Piloten-Gewerkschaft Cockpit schließt nach dem Streik bei Germanwings auch Folgestreiks bei Lufthansa nicht mehr aus. Die Piloten verleihen ihren Forderungen Nachdruck: Germanwings hat an einem Streiktag einen zweistelligen Millionenbetrag verloren.

Der ukrainische Premierminister Arseni "Jaz" Jazeniuk will, dass die Ukraine Nato-Mitglied wird. (Foto: dpa)

Der ukrainische Premierminister Arseni "Jaz" Jazeniuk will, dass die Ukraine Nato-Mitglied wird. (Foto: dpa)

Obama verlangt schärfere Sanktionen

Ukraine: Jazenjuk kündigt Antrag auf Nato-Mitgliedschaft an

Der ukrainische Übergangspremier Arseni "Jaz" Jazenjuk will einen formalen Beitritts-Antrag der Ukraine zur Nato vorlegen. Kiew fordert Waffen aus dem Westen für den Kampf gegen Russland. US-Präsident Obama will schärfere Sanktionen der EU gegen Russland. Der IWF rettet die Ukraine mit einem Milliarden-Kredit vor dem Staatsbankrott.

Schikane der Luftaufsicht

Polen provoziert Putin: Luftraum für russischen Verteidigungs-Minister gesperrt

Am Freitagabend ist zu einem Zwischenfall zwischen Russland und Polen gekommen: Polen verweigerte dem russischen Verteidigungsminister die Überfluggenehmigung. Erst nach hektischen Verhandlungen ließen die Polen den russischen Politiker von der Slowakei nach Hause fliegen.

An der israelisch-syrischen Grenze kommt es zu Gefechten zwischen syrischen Truppen und IS-Extremisten. (Foto: dpa)

An der israelisch-syrischen Grenze kommt es zu Gefechten zwischen syrischen Truppen und IS-Extremisten. (Foto: dpa)

UN-Soldaten verschleppt

Terror aus Syrien: Israel in Alarmbereitschaft

Die Mitglieder des Islamischen Staats liefern sich schwere Gefechte mit der syrischen Armee. Doch der radikal-islamische Terrorismus könnte auch auf Israel überspringen. Das israelische Militär ist in Alarmbereitschaft, um mögliche Angriffe vom syrischen Territorium aus abzuwehren.

Vormarsch der Islamisten

London warnt: „Terror-Anschlag ist hoch wahrscheinlich“

Großbritannien warnt vor einem Terroranschlag wegen der Vormarschs von Islamisten in Syrien. Die Meldung ist allerdings etwas kryptisch: Denn Hinweis, dass es Anschlag wirklich bevorstehe, haben die Briten nicht. Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes rechnet mit Anschlägen in Europa.

Die Bundesregierung setzt auf die Verhandlungen des Europäischen Rates am kommenden Samstag. (Foto: Consilium)

Die Bundesregierung setzt auf die Verhandlungen des Europäischen Rates am kommenden Samstag. (Foto: Consilium)

Ruf nach neuen Sanktionen

Russland: Bundesregierung sieht „Verdichtung zu einer militärischen Intervention“

Die Bundesregierung will über Hinweise verfügen, die auf eine militärische Intervention Russlands schließen lassen. Konkrete oder neue Belege nennt der Regierungssprecher nicht. Als Folge müsse nach Auffassung von Angela Merkel beim EU-Gipfel am Wochenende „bei weiterer Eskalation auch über weitere Sanktionen gesprochen werden“.

Keine WM-Euphorie

Stärkster Umsatz-Rückgang im Einzelhandel seit 2012

Die Umsätze im Einzelhandel sind deutlich eingebrochen. Das Minus beträgt 1,4 Prozent zum Vormonat. Der WM-Erfolg hat sich nicht wie erhofft stärkend auf den Konsum ausgewirkt. Für den Rest des Jahres sehen Ökonomen wenig Auftrieb.

Das Foto zeigt einen Konvoi von Artillerie-Einheiten in der Nähe der ostukrainischen Stadt Krasnodon. (Foto: dpa)

Das Foto zeigt einen Konvoi von Artillerie-Einheiten in der Nähe der ostukrainischen Stadt Krasnodon. (Foto: dpa)

Vielsagende Bemerkung zu MH17

Analyse der Nato-Bilder: Kein Beweis für einen „Vorstoß“ der Russen in die Ukraine

Die Nato hat Satellitenfotos vorgelegt, die belegen sollen, dass die Russen in der Ukraine Militär-Operationen durchgeführt haben. Vielleicht hat die Nato ja Beweise. Doch die veröffentlichten Fotos zeigen nichts, was eine solche Behauptung stützen könnte. Interessant ist jedoch der den Bildern beigefügte, schriftliche Bericht der Nato: In ihm wird angedeutet, dass die Nato Russland nicht überführen kann, Flug MH17 abgeschossen zu haben.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Proteste gegen die Regierung ausgebrochen. Die Menschen fordern militärische Erfolge gegen die Separatisten. (Foto: dpa)

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Proteste gegen die Regierung ausgebrochen. Die Menschen fordern militärische Erfolge gegen die Separatisten. (Foto: dpa)

Poroschenko muss handeln

Ukraine: Proteste in Kiew, weil Armee im Osten unter Druck gerät

In Kiew haben am Donnerstag Angehörige gegen die unzureichende Bewaffnung und Ausrüstung der Soldaten der ukrainischen Armee protestiert. Sie forderten den Rücktritt des Verteidigungsministers, weil er für den mangelnden Erfolg im Kampf gegen die Rebellen verantwortlich sei.

Überweisungen von unterwegs sind mittlerweile Standard. Den Weg in eine Filiale finden Kunden nur noch für ein Beratungsgespräch. (Foto: Flickr/ Enric Fradera)

Überweisungen von unterwegs sind mittlerweile Standard. Den Weg in eine Filiale finden Kunden nur noch für ein Beratungsgespräch. (Foto: Flickr/ Enric Fradera)

Filialen werden vernachlässigt

Onlinebanking wächst in Osteuropa schneller als in Österreich

Mehr als jeder zweite Österreicher und Tscheche und fast jeder zweite Slowake nutzen Bankdienste übers Internet. Die Filiale stirbt aber nicht aus: Deutlich mehr als zwei Drittel aller Bankkunden in Zentral- und Osteuropa besuchen nach wie vor Bankfilialen.

Angela Merkel, hier bei der Westbalkan-Konferenz am Donnerstag im Kanzleramt im Kreis ihrer Mitarbeiter. Die EU soll über verschärfte Sanktionen gegen Russland beraten. (Foto: dpa)

Angela Merkel, hier bei der Westbalkan-Konferenz am Donnerstag im Kanzleramt im Kreis ihrer Mitarbeiter. Die EU soll über verschärfte Sanktionen gegen Russland beraten. (Foto: dpa)

Gefahr für europäische Steuerzahler

Merkel droht mit verschärften Sanktionen der EU gegen Russland

Angela Merkel hat angekündigt, dass der EU-Gipfel am Wochenende über verschärfte Sanktionen gegen Russland beraten werde. Allerdings ist nicht sicher, dass alle Staaten mitziehen werden: Für die EU ist wegen der russischen Gegensanktionen und wegen der Umsatzausfälle bereits ein beträchtlicher Schaden entstanden. Zahlreiche Unternehmen verlangen, dass der Steuerzahler den Schaden bezahlen soll.

Schweiz verliert Neutralität

Russland könnte Sanktionen gegen Schweizer Finanzsektor verhängen

Die Schweiz will nicht, dass die Sanktionen der EU umgangen werden. Das kommt bei Russlands Regierung nicht gut an. Sanktionen gegen den Schweizer Finanzsektor hätten fatale Folgen.

Fälschung oder Original? – Aufschluss gibt nur die Untersuchung des genetischen Fingerabdrucks. (Foto: Flickr/ Goldhahn & Sampson)

Fälschung oder Original? – Aufschluss gibt nur die Untersuchung des genetischen Fingerabdrucks. (Foto: Flickr/ Goldhahn & Sampson)

Käseindustrie wehrt sich

Genetischer Fingerabdruck bekämpft Schweizer Käsefälscher

Spezielle Bakterien können mit Markern versehen werden und dienen dazu, gefälschten Schweizer Käse vom Original zu unterscheiden. Die Schweizer Käseproduzenten wehren sich mit Stichproben in Supermärkten gegen die falschen Produkte. Doch was in der Schweiz Erfolg hat, muss auch in anderen Ländern umgesetzt werden, um einen nachhaltigen Effekt zu erzeugen.

Kein Kleingeld: Die verschärften Steuerregeln führen zu Kapitalabzügen in Milliardenhöhe. (Foto: Flickr/Marcel Grieder)

Kein Kleingeld: Die verschärften Steuerregeln führen zu Kapitalabzügen in Milliardenhöhe. (Foto: Flickr/Marcel Grieder)

Fall des Bankgeheimnisses kostet Schweizer Finanzstandort 350 Milliarden

Investoren haben seit Beginn des Feldzuges gegen Steuerhinterziehung über 350 Milliarden Euro von Schweizer Bankkonten abgezogen. Experten rechnen damit, dass noch 70 Milliarden hinzukommen werden. Die Zuwachsraten würden aber in einigen Jahren wieder steigen.

Mittelstand mit Sorgen

Euler Hermes erwartet mehr Insolvenzen wegen Russland-Sanktionen

Der Kreditversicherer Euler Hermes geht davon aus, dass sich der Handelskrieg gegen Russland negativ auf die deutschen Unternehmen auswirken wird. Der deutsche Mittelstand dürfte dieser Prognose an Wettbewerbskraft verlieren - was den US-Konkurrenten in Automobil-Industrie und Maschinenbau vermutlich ganz recht sein dürfte.

Der US-Geheimdienst Stratfor sieht die Rebellen in der Ukraine in einer günstigen Ausgangslage für den Winter. (Grafik: Stratfor)

Der US-Geheimdienst Stratfor sieht die Rebellen in der Ukraine in einer günstigen Ausgangslage für den Winter. (Grafik: Stratfor)

Ukrainische Armee in der Defensive

Rebellen werden immer stärker: Armee der Ukraine unter Druck

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor hat Erfolge der Rebellen beobachtet. Die Amerikaner fürchten, dass der Krieg den ganzen Winter dauern könnte. Die Rebellen weiter an Terrain. Groß-Offensiven der Ukraine bleiben bisher reine Ankündigungen.

Russland-Politik mit Folgen

Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt stärker als erwartet

Im August ist die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Die Bundesagentur macht für den Anstieg nicht das Wetter, sondern die unterschiedlichen Termine der Sommerferien in den Bundesländern verantwortlich. Die Ukraine wurde nicht erwähnt - wohl auch, um Widerstand der deutschen Arbeitnehmer gegen die Russland-Politik zu vermeiden.

Amerikanische Ökonomen haben einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Krise entwickelt: Die Zentralbanken sollten Geld direkt an die Bürger verschenken. Damit würde die Wirtschaft am effizientesten angekurbelt. (Foto: dpa)

Amerikanische Ökonomen haben einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Krise entwickelt: Die Zentralbanken sollten Geld direkt an die Bürger verschenken. Damit würde die Wirtschaft am effizientesten angekurbelt. (Foto: dpa)

Plädoyer für die Hyperinflation

US-Vorschlag: Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken

Die angesehene Zeitschrift Foreign Affairs bringt einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich; Die Zentralbanken sollten ermächtigt werden, Geld direkt an die Bürger zu verschenken. Mit diesem Ansatz würde das Problem beseitigt, dass heute ein Großteil des billigen Geldes im Banken-System hängenbleibt. Allerdings würde das monetäre Paradies auf Erden eine Hyperinflation auslösen. Die Idee zeigt: Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende.

Fast apathisch wandelt Frankreichs Präsident Francois Hollande durch die Krise. Sein Premier Manuel Valls kämpft auf verlorenem Posten. (Foto: dpa)

Fast apathisch wandelt Frankreichs Präsident Francois Hollande durch die Krise. Sein Premier Manuel Valls kämpft auf verlorenem Posten. (Foto: dpa)

Frankreich gefährdet die EU

Merkel nervös: Arbeitslosigkeit in Frankreich erneut gestiegen

Die Regierung in Paris bekommt die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff: Im Juli waren mehr Franzosen denn je ohne Arbeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert rasche Strukturmaßnahmen in Frankreich. Doch die regierenden Sozialisten fürchten, vom Front National in die Bedeutungslosigkeit gestoßen zu werden.

Die Terroristen des Islamischen Staats (IS) haben es auf die Öl-Raffinerien des Irak abgesehen. (Foto: dpa)

Die Terroristen des Islamischen Staats (IS) haben es auf die Öl-Raffinerien des Irak abgesehen. (Foto: dpa)

Reichste Terror-Gruppe der Welt

Dumping als Waffe: IS-Terroristen verkaufen Öl zum Billig-Tarif

Die Terroristen des Islamischen Staats machen Riesen-Geschäfte mit dem Schwarzhandel von Erdöl. Sie verkaufen Rohöl für bis zur Hälfte des marktüblichen Preises. Der illegale Öl-Handel ist die Haupteinnahme-Quelle der Organisation. US-Analysten fordern deshalb finanzielle Operationen gegen die radikalen Islamisten.

Der demographische Wandel wird Deutschland nachhaltig verändern. (Foto: dpa)

Der demographische Wandel wird Deutschland nachhaltig verändern. (Foto: dpa)

Geburtenrate sinkt weiter

Deutschland wird zum Altenheim: Knapp 20 Prozent weniger neue Schüler

Im vergangenen Schuljahr wurden in Deutschland um 18 Prozent weniger neue Schüler eingeschult als im Jahr 2000. Eine geringere Geburtenrate haben in Europa nur noch Griechenland und Italien. Die Alten vereinsamen, weil sie keine Familien mehr haben. Die Gesellschaft bricht auseinander. Eine der Ursachen liegt darin, dass viele Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und schlechter bezahlt werden. Kinder sind zum Luxus-Gut geworden.

Anteil von Migranten an Existenzgründern. (Grafik: KfW)

Anteil von Migranten an Existenzgründern. (Grafik: KfW)

Gründungen in allen Branchen

Migranten gründen überdurchschnittlich oft ein Geschäft

Zwanzig Prozent aller Gründer in Deutschland sind Migranten. Sie stammen aus der Türkei, Polen und Russland. Ein Drittel der Gründer aus dem Ausland schafft von Anfang an Arbeitsplätze. Migranten aus der EU haben eine verbesserte Chance, in Deutschland Arbeit zu finden. Das senkt ihren Anreiz, ein Geschäft zu gründen.

DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN versuchen, wirtschaftliche und politische Entwicklungen verständlich und kritisch zu erklären. Die politisch und gesellschaftlich relevanten Themen für den deutschen Mittelstand werden beleuchtet. Vor allem liegt uns daran, manch einen globalen Zusammenhang aufzuzeigen, der für Deutschland nicht sichtbar und doch relevant ist. Europa-Themen und Fragen der Demokratie sind Teil unserer Analysen und Berichte.