Ernüchternde Zahlen zur Mitarbeiter-Motivation

Die Krise hat offenbar doch nachhaltigere Spuren hinterlassen, als dies in den reinen...

…Beschäftigungsstatistiken zum Ausdruck kommt: Von 100 Mitarbeitern in einen durchschnittlichen deutschen Unternehmen sagen 66 Personen, dass sie nur eine geringe emotionale Bindung zu ihrer Firma hätten. 21 haben überhaupt keine emotionale Bindung, ganze 13 fühlen sich ihrem Arbeitgeber stark verbunden.

Diese ernüchternden Zahlen hat Gallup erhoben und zieht auch gleich die geldwerte Schlussfolgerung aus dem Befund: „Die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von innerer Kündigung belaufen sich auf eine Summe zwischen 121,8 und 125,7 Milliarden Euro jährlich.“

Nun überraschen diese Zahlen nicht unbedingt: Schon seit dem Jahr 2001 zeigt sich in dem so genannten „Engagement Index“, dass 90 Prozent nur arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Allerdings hat sich seit dem Jahr 2006 das Verhältnis innerhalb der Distanzierten verschoben: Diejenigen, die überhaupt keine Bindung haben, liegen seither konstant über 20 Prozent. Im Jahr 2001 waren es nur 15 Prozent gewesen.

Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass die Arbeitnehmer im Osten besonders emotionslos zu Werke gehen (26 Prozent gar keine Bindung), während im Süden weiter mit Herzblut gearbeitet wird (17 Prozent).

Logischerweise haben die Befindlichkeiten auch konkrete Auswirkungen: So hat Gallup festgestellt, dass die besonders Distanzierten eine um 21,7 Prozent höhere Zahl an Krankheitstagen hat als die besonders mit dem Unternehmen Verbundenen. Noch stärker kommt der Unterschied bei Innovationen zum Tragen: Mitarbeiter mit besonders starker Bindung zum Unternehmen entfalten eine um 40 Prozent höhere Innovationskraft als jene, die Dienst nach Vorschrift schieben.

Wer einmal emotional gebunden ist, will auch bleiben: 93 Prozent der besonders Gebundenen plant, das nächste Jahr beim selben Arbeitgeber zu arbeiten. Bei den Ungebunden ist es weniger als die Hälfte – gerade mal 41 Prozent tragen sich nicht mit Abwanderungsgedanken.

Autor: Michael Maier

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