Soft Skills haben oberste Priorität

Traineeprogramme werden für die Einstellung und...

…Entwicklung von Nachwuchstalenten immer wichtiger: Bereits 78 Prozent der deutschen Mittelständler haben diese Programme im Rahmen ihres Ausbildungsangebotes meist für Wirtschaftswissenschaftler. Sechs Prozent planen, diese auf den Weg zu bringen. Das ergab eine aktuelle Studien der Franz Haniel & Cie. GmbH.

Die Traineeships werden vor allem in den Bereichen Finance und Controlling (43 Prozent) und Marketing (40 Prozent) angeboten. Rund 30 Prozent der Unternehmen überzeugen mit entsprechenden Programmen im Logistik-Bereich.

Bei der Auswahl junger Talente für ein Traineeship spielen Soft Skills eine größere Rolle als fachliche Qualifikationen: Für mehr als die Hälfte der Unternehmen ist hauptsächlich die Teamfähigkeit ein wichtiges Kriterium, das Trainees mitbringen sollten. Fast genauso bedeutend ist die Eigeninitiative und Motivation der jungen Talente. Rund 45 Prozent der Personaler nennen darüber hinaus die Lernbereitschaft als ein wesentliches Persönlichkeitsmerkmal bei der Auswahl eines Trainees. Die Praxiserfahrungen, die die jungen Talente beispielsweise im Zuge von Praktika gewonnen haben, sind dagegen nur für 39 Prozent der befragten Unternehmen relevant. Auch fundierte Sprachkenntnisse mit 29 Prozent und Auslandserfahrungen mit 20 Prozent sind als fachliche Qualifikationen weniger bedeutend als die gewünschten Persönlichkeitsmerkmale.

Fast genauso wichtig wie bestimmte Soft Skills ist der akademische Abschluss: 45 Prozent bewerten einen Universitätsabschluss als notwendige Voraussetzung für die Besetzung einer Traineestelle. Für etwa ein Drittel der Befragten ist ein beliebiger Abschluss nicht ausreichend: Sie verlangen einen Master oder ein Diplom. Bei der Auswahl der Trainees nutzt mit 71 Prozent weit mehr als die Mehrheit der befragten Unternehmen ein internes Assessment Center mit Gutachtern aus den eigenen Reihen, 57 Prozent greifen allein oder in Kombination auf das traditionelle Vorstellungsgespräch zurück. Nur drei Prozent fordern Arbeitsproben von Bewerbern ein.

Wichtigste Komponente eines optimalen Traineeprogramms ist eine gezielte Personalentwicklung: Für 39 Prozent der befragten Unternehmen ist sie ein Muss. So sind die Personalentwicklungsmaßnahmen in 56 Prozent der Unternehmen fester Bestandteil des Traineeprogramms und fest vorgegeben. Rund 84 Prozent entwickeln die Kompetenzen ihrer Trainees im Rahmen von unternehmensinternen Seminaren weiter. Auf Platz zwei der Komponenten eines optimalen Traineeprogramms folgt die inhaltliche Vielfalt des Programms (34 Prozent).

Für ein Drittel der Befragten ist zudem ein Auslandsaufenthalt ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Mehr als die Hälfte der Firmen schicken ihre Trainees ein Mal, 20 Prozent sogar zwei Mal ins Ausland. Zu den Trendregionen zählen die USA, Frankreich, Spanien, Skandinavien, Osteuropa, China, Südafrika und Brasilien. Die Dauer des Aufenthalts variiert zwischen drei und sechs Monaten. Für 27 Prozent der Befragten gehört ebenfalls die persönliche Betreuung zu einem optimalen Traineeprogramm. Die Vermittlung von Fachwissen dagegen spielt mit fünf Prozent eine untergeordnete Rolle.

Unternehmen verfolgen mit Traineeprogrammen hauptsächlich ein Ziel: 69 Prozent sehen darin die Möglichkeit der unternehmensinternen Ausbildung und Sicherstellung des Führungskräfte-Nachwuchses.

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