Nachfrage nach Maschinen uneinheitlich

In Frankreich sind Luft- und Raumfahrt, Eisenbahn und Energie wichtige Hauptabnehmer.

Für den exportabhängigen deutschen Mittelstand hat Germany Trade & Invest (gtai) Anfang dieses Jahres den Maschinen- und Anlagenbau in Westeuropa unter die Lupe genommen. Ziel war es, konkrete Geschäftschancen aufzudecken:

Auf dem Maschinenmarkt in Frankreich werden stärkere Auftragseingänge aus den Branchen Luft- und Raumfahrt (Airbus, Eurocopter), Eisenbahn (Alstom), Energie (EDF, GDF Suez, Areva) sowie Arzneimittel erwartet. Das weist auf eine stärkere Nachfrage nach Motoren, Turbinen oder Ausrüstungen für Kernkraftwerke hin. Beständig erweist sich die Nachfrage nach Werkzeugen, Metallwaren, Haushaltsgeräten und Verpackungen.

In Großbritannien wird sich der Umsatz von Werkzeugmaschinen am besten entwickeln. Auch die Segmente Kraftmaschinen, elektrische Maschinen, Spezialmaschinen und Landmaschinen werden zulegen.

In den Niederlanden können mehr Aufträge aus der Chemie- und Pharmaherstellung, der Agrarindustrie, der Elektrotechnik und aus dem Logistik- und Transportwesen erwartet werden.

In Italien sind Ende Juni 2010 die Steuervergünstigungen für die Beschaffung von neuen Maschinen ausgelaufen. Deshalb ist in diesem Jahr mit einer Abschwächung zu rechnen.

In Belgien nimmt die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen zu – dazu zählen Kfz, Chemie, Stahl, Bau und Logistik.

In der Schweiz gehören die Elektro- und Metallindustrie sowie die Chemie zu den gut laufenden Abnehmerbranchen. Auch die Nahrungsmittelindustrie und der Energiesektor bieten Chancen.

Der spanische Dachverband Sercobe erwartet eine steigende Nachfrage nach elektrischen Maschinen. Gute Impulse kommen aus dem Nahrungsmittelbereich, den erneuerbaren Energien, der Wasserwirtschaft und dem Umweltsektor.

In Schweden werden die Umsatzgrößenordnungen, die vor der Krise erzielt wurden, vermutlich erst im Jahr 2012 erreicht werden.

In Dänemark kann mit mehr Aufträgen aus Bereichen wie klima- und umweltfreundliche Technologien, Automatisierungslösungen sowie Ausrüstungen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie gerechnet werden.

Der Produktionsindex im türkischen Maschinenbau liegt seit August des Jahres 2010 über dem Niveau des Jahres 2008. Für das Gesamtjahr 2010 prognostiziert der Fachverband MIB ein Wachstum von 16 Prozent im Verkauf und 11 Prozent in der Maschinenproduktion.

In Finnland kommt der Aufschwung im Maschinenbau mit seinen kapitalintensiven Ausrüstungen verspätet an.

In Griechenland wird für das Jahr 2010 voraussichtlich der höchste Investitionsanstieg (70 Prozent) im Bereich nichtmineralische Produkte gemessen werden. Dann folgen die Lebensmittel- und Getränkebranche.

Im norwegischen Maschinenbau ist eine erhöhte Nachfrage der Anlagenbauer und der Öl- und Gasindustrie zu beobachten. Hier wird mit Aufträgen für Produkte wie Pumptechnik, Kompressoren oder Ventil- und Leitungssysteme gerechnet. Ferner ist die Werft- und Nahrungsmittelindustrie ein wichtiger Zielmarkt.

Im Maschinenbau in Portugal kann man ein wenig bessere Aussichten im Formenbau erkennen.

In Luxemburgs werden mehr Aufträge aus der Metallerzeugung und -verarbeitung, aus der Kfz-Zulieferindustrie, Chemie, Bau, Elektro/Elektronik und Umwelt verzeichnet.

In Irland sind die chemische und pharmazeutische Industrie, die Strom- und Gasversorger, die Computer- und Elektronikindustrie, die Medizintechnikbranche, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Landwirtschaft die wichtigsten Abnehmer.

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