Daimler vorn bei Öko-Innovationen

Verband geht von langsamer, aber stabiler Erholung bei PKW-Verkäufen aus.

Der Daimler-Konzern zeichnet sich durch große Offenheit für ökologische Innovationen aus. Das geht aus den Auswertungen des ÖkoGlobe-Instituts der Universität Duisburg-Essen (UDE) hervor. Der Autobauer mit dem Stern wurde in den vergangenen vier Jahren am häufigsten für nachhaltige Innovationen nach ÖkoGlobe-Kriterien ausgezeichnet. Anhand dieser Kriterien sollen die langfristigen Aktivitäten der Autobauer auf dem Feld der nachhaltigen Mobilität festgestellt werden.

Kraftstoffverbrauch, Lithium-Ionen Batterien, Hybridtechnologie

Ausgezeichnet wurde Daimler u.a. für das Vermietkonzept Car2Go in Ulm, den Smart-Einsatz als Elektroauto in London und anderen Großstädten, die Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen in Kleinserie mit der B-Klasse und für den Einsatz der ersten Lithium-Ionen Batterie im S-Klasse Hybrid Mercedes S 400. BMW auf Platz zwei wurde für den Großversuch mit 600 Elektro-Minis, seiner Efficient Dynamics-Strategie zur Kraftstoffeinsparung in Großserie sowie für den BMW Hydrogen – der ersten mit Wasserstoff angetriebenen Luxuslimousine für den Alltagsbetrieb – geehrt. VW und Ford glänzen durch Innovationen bei der nachhaltigen Produktion und bei Erdgas-Autos.

Ford fällt zudem durch seine Elektrofahrzeug-Strategie auf. Opel schnitt mit dem Hybrid mit Reichweitenverlängerung beim Opel Ampera und mit dem Lithium-Ionen Batteriekonzept des GM-Konzerns gut ab. Bei den Importeuren liegt Toyota an der Spitze. Die Japaner punkteten durch den systematischen Ausbau der Hybridtechnologie, aber auch mit Verbesserungen in konventioneller Motorentechnologie. Peugeot, Mitsubishi und Nissan erhielten ÖkoGlobe-Auszeichnungen für die bald verfügbaren Elektroautos der Unternehmen. Der ÖkoGlobe ist ein internationaler Umweltpreis für die Industrie. Er wird durch die DEVK Versicherungen, den ACV Automobil-Club Verkehr und das ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen verliehen.

In Deutschland sind im Dezember erstmals im ganzen Jahr 2010 wieder mehr Autos verkauft worden als im Vorjahresmonat. Nach vorläufigen Zahlen wurden rund 230.000 Wagen zugelassen – sieben Prozent mehr als im Dezember 2009, so der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Der Importeurverband sagt für das neue Jahr eine langsame, aber stabile Erholung voraus. Rund 3,1 Millionen Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2011 lautet die Verbandsprognose.

Der Markt der privaten Autokäufer übertraf im vergangenen Jahr leicht das Ergebnis des Jahres 2008. Sein Anteil an den Gesamtzulassungen hat sich mit 43,3 Prozent dem Niveau vor der Umweltprämie angeglichen. Die VDIK-Mitgliedsunternehmen sind vor allem auf dem Privatmarkt aktiv. Rund 52 Prozent ihrer in 2010 zugelassenen Fahrzeuge gingen direkt an Privatkunden. Dabei waren Fahrzeuge mit sehr geringem CO2-Ausstoß unter 120 g/km stark nachgefragt. Extrem sparsame und CO2-arme Fahrzeuge sind auch nach der Umweltprämie im Fokus des Kunden. Außerdem erhöhten die VDIK-Mitgliedsunternehmen ihre Marktanteile bei alternativen Antrieben von 55 Prozent im Jahr 2009 auf 60 Prozent. Der Grund ist die stetig steigende Bedeutung des Hybridantriebes.

Die gute Entwicklung des Nutzfahrzeug-Markts setzte sich im Dezember fort. Das Segment erreichte ein Plus von 37 Prozent. Der Nutzfahrzeug-Bereich ist seit dem Frühjahr 2010 im Aufwärtstrend gewesen und weist für 2010 eine Steigerung von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Aber er liegt unter dem langjährigen Durchschnitt – Zeichen für den Einbruch, den die Krise verursachte.

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