Japan: Chancen für Photovoltaik

In Japan wird es laut gtai-Wirtschaftexperten zu einem Kurswechsel in der Energie-Strategie kommen.

Für eine Bewertung möglicher Chancen deutscher Unternehmen beim Wiederaufbau in Japan sei es laut Germany Trade & Invest (gtai) noch zu früh. Es gilt aber als sicher, dass es in Japan zu einer Debatte über die Bedeutung der Atomkraft kommen wird. Mit sehr ehrgeizigen Ausbauplänen für die Nukleartechnik wollte das Land seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, doch hier dürfte es zu neuen Bewertungen kommen, bei denen vor allem die Photovoltaik und andere regenerative Energieträger eine prominente Rolle spielen sollen, so die Analysten von gtai.

Erdbeben, Wiederaufbau in Japan, globale Lieferketten, Germany Trade & Invest

Die kurzfristigen Folgen des Erdbebens in Japan sind auch ohne die Unwägbarkeiten einer nuklearen Wolke massiv. Dies gilt auch für die globalen Lieferketten. Neben den unmittelbaren Schadensfolgen gibt es laut gtai auch zahlreiche indirekte Effekte. So befinden sich in Nordjapan zahlreiche Unternehmen, die Materialien oder Komponenten, unter anderem für die Elektronik- und die Kfz-Industrie, herstellen. Shin-Etsu Chemical zum Beispiel betreibt in der Präfektur Fukushima die weltweit größte Fabrik zur Herstellung von 300-mm-Wafern für die Halbleiterindustrie. Das Werk wurde wegen des Bebens geschlossen.

Photovoltaik, regenerative Energieträger

Wann die Fertigung wieder aufgenommen werden kann, ist Pressemeldungen zufolge unsicher. Auch die Kfz-Industrie ist landesweit teilweise zu Produktionsstopps gezwungen, da die Belieferung mit wichtigen Teilen und Materialien aus den nordjapanischen Fabriken unterbrochen ist.

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