Konsumklima in Deutschland leicht verschlechtert

Die angespannte Situation in Nordafrika und Arabien bremst die Konsumfreude der Deutschen - und das trotz steigender Löhne und zunehmender Beschäftigung. Auch die Angst vor der Inflation spielt dabei eine Rolle.

Im März hat sich das Konsumklima in Deutschland das erste Mal seit zehn Monaten verschlechtert. Die monatliche Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt für den Gesamtindikator im April einen Rückgang von sechs auf 5,9 Punkten. Laut GfK haben sich sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung bei den Deutschen vermindert.

Als Gründe für die leichte Verschlechterung werden ein „zuletzt unsicherer gewordenes internationales Umfeld“ und eine steigende Angst vor Inflation genannt. Dem gegenüber stehen an sich gute Rahmenbedingungen für Verbraucher. Denn Beschäftigung und Einkommen steigen nach wie vor. Insgesamt bleibt auch die Konsumstimmung – trotz der Verluste – auf einem hohen Niveau.

Ob die Natur- und Umweltkatastrophe in Japan Auswirkungen auf das Konsumklima haben, konnte noch nicht festgestellt werden. Die Untersuchung war zum Zeitpunkt des Erdbebens bereits abgeschlossen.

Die Erwartungen für die Konjunktur musste im März stärkere Verluste als noch im Vormonat hinnehmen. Dennoch ist sie ausgesprochen gut. Auch nach dem Minus von 7,6 Punkten steht die Konjunkturerwartung mit 49,5 Punkten noch fast fünf Punkte über dem Monatswert des Vorjahres.

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