EZB erhöht Leitzins

Steigende Teuerung im Euroraum ist Grund für die Zinserhöhung.

Die EZB hat heute den Leitzins auf 1,25 Prozent gehoben. Es handelt sich dabei um die erste Leitzinserhöhung seit Juli des Jahres 2008. Als einen Grund für diese Maßnahme nannte Jean-Claude Trichet, Chef der Notenbank, die steigende Inflation. Außerdem wolle man Spekulanten bremsen.

Die Teuerungsrate in der Euro-Zone ist mit 2,6 Prozent der Stabilitätsmarke der EZB von knapp zwei Prozent weit enteilt. Die auf stabile Preise fixierte EZB hält angesichts der gefestigten wirtschaftlichen Erholung nun offenbar den Zeitpunkt für ein Gegensteuern gekommen.

Höhere Zinsen belasten angeschlagene Banken

Nach der Erhöhung der Zinsen können Geschäftsbanken nicht mehr preiswertes Geld aufnehmen. In Schuldenstaaten der EU wie Irland, Griechenland und Portugal könnte dies einigen angeschlagenen Banken große Probleme bereiten, da sie von der EZB abhängig sind. Zuletzt hat die EZB zum Beispiel für Irlands Banken eine Sonderregelung bestimmt. Demanch werden irische Staatsanleihen von der EZB weiterhin als Sicherheit akzeptiert – unabhängig von der Bewertung durch Ratingagenturen. Eine ähnliche Ausnahme wie jetzt für Irland gilt bereits für griechische Schuldtitel.

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