Belgien wackelt

Belgien könnte nach Griechenland, Irland und Portugal das nächste Problem für die Währungsgemeinschaft markieren. Der IWF argumentiert in diese Richtung. - Spanien wäre aber das viel größere Problem.

Belgien ist laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) gefährdet. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Gründe seien der „hohe Schuldenstand, die Fälligkeiten der Staatsanleihen und die Abhängigkeit von ausländischem Kapital bergen hohe Kreditrisiken, wenn sich die Stimmung der Investoren verschlechtert“, so zitiert die Zeitung die IWF-Analyse. IWF-Fazit: „Belgien hat ein Refinanzierungsrisiko.“

Das Urteil des Währungsfonds (IWF) bestätigt die Diskussionen an den Märkten. Schon vor Monaten war Belgien als Wackelkandidat in Finanzkreisen im Gespräch. Zwar bildet das aktuelle Niveau der Kreditzinsen die Schieflage Belgien nicht ab. Aber die Staatsfinanzen sind marode. Der Staatshaushalt weißt nach Griechenland und Italien den dritthöchsten Schuldenstand in der Euro-Zone auf.

Auch Spanien gilt bei Finanzexperten schon seit Monaten als Probelmfall. Schwarzseher unter den Finanzmarkt-Beobachtern sind der Ansicht, dass im Falle einer Zahlungsunfähigkeit Spaniens auf die Welt eine zweite Finanzkrise zukommen wird.

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