Auch ein Bauunternehmer kann die Welt verbessern

Den Österreichischen Mittelstands Nachrichten hat der Geschäftsführer der Sparte Bau, Magister Christian Peneder beschrieben, warum seine Firma so schnell ist und wie Peneder-Bau die Welt verbessern will.

Die Peneder Gruppe ist ein erfolgreiches Österreichisches Unternehmen in den Bereichen Bau und Brandschutz. Es ist geprägt von Strukturen, die man in der Baubranche nicht unbedingt erwarten würde. Den Österreichischen Mittelstands Nachrichten hat der Geschäftsführer der Sparte Bau, Magister Christian Peneder beschrieben, warum seine Firma so schnell ist und wie Peneder-Bau die Welt verbessern will.

Österreichische Mittelstands Nachrichten: Einer Ihrer Auftraggeber, die Gaplast GmbH im bayrischen Peiting, lobte sie kürzlich als „Tempomacher“. Unter anderem sollen Sie den Auftrag für die Fertigung der Produktionshalle wegen der besonders raschen Umsetzung bekommen haben. Was macht Sie schneller als Ihre Konkurrenten?

Christian Peneder: Als Totalunternehmer liefern wir von der Entwurfsplanung bis zur Ausführung alles aus einer Hand. Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass eingespielte Teams aus allen Fachbereichen an einem Auftrag arbeiten und damit diese rasante Geschwindigkeit ermöglichen.

Sie sehen sich als Familienunternehmen, nennen Ihre Mitarbeiter auch Mitunternehmer. Wie  vereinbart man in der rauen Baubranche ein familiäres Arbeitsklima mit dem Konkurrenzdruck?

Das ist keine Frage der Branche, sondern eine Frage der eigenen Haltung gegenüber Menschen. Wir sind der Meinung, dass sich Menschen in ihren beruflichen Alltag einbringen und Verantwortung übernehmen wollen. Kurzum eigenverantwortlich als Mitunternehmer wirken können. Dafür bieten wir den organisatorischen Rahmen.

Sie rechnen 2011 mit einem Umsatz von 130 Millionen Euro. Die 8,3 Millionen Euro des Gaplast Auftrages sind dabei nur ein geringer Anteil. Aus welchen Bereichen wird der übrige Umsatz kommen?

Konsolidiert planen wir 110 Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe Peneder ist im wesentlichen in drei Bereichen tätig. Peneder Bau ist Totalunternehmer für Businessbauten und plant einen Umsatz 36 Millionen Euro. 
Peneder Feuerschutz liefert Feuerschutzabschlüsse – wie Tore, Türen, Wände, und teilweise Dächer – aus Stahlblech, Aluminium, Glas und Holz. Wir sind hier umfassender Anbieter. Dieser Bereich wird 50 Millionen Euro beitragen.
Und der dritte im Bunde ist Peneder Stahl. Hier sind wir Anbieter für Stahlbauten die mit High Speed und hoher Präzision geliefert werden. Umsatz in dieser Sparte ist 24 Millionen Euro.

In welche Richtung wollen Sie in Zukunft Ihr Unternehmen weiterentwickeln? Sehen Sie in Ihrem Betrieb noch ungenütztes Potenzial?

Wir sind gerade dabei die Peneder Life Cycle Services zu entwickeln. Hier wollen wir einerseits Lebenszykluskosten berechnen und andererseits Energie- und Betriebskosten optimieren. Als Sahnehäubchen bieten wir auf die Kundenbedürfnisse, bzw. auf die vorangegangene Energie- bzw. Betriebskostenoptimierung abgestimmte Facility Management Leistungen an. Wir planen die Markteinführung im Herbst 2011.

Was ist für Sie der Schlüssel zum Erfolg bei internationalen Aufträgen?

Wir sind die der Business Bau Partner für den Mittelstand. Ich denke, dass es darum geht sich auf sein Kundenklientel einzustellen, sie zu verblüffen und gegebene Versprechen einzulösen. Das können wir durch unsere bestens ausgebildeten Architekten garantieren. Das gilt national und international.

Sie bieten ein Gesamtpaket – von der Planung über die Bürokartie bis zur Umsetzung. Haben Unternehmen, die sich nur auf den Bau beschränken, ausgedient?

Das denke ich nicht. Der Markt ist vielfältig. Wir haben uns aber entschieden als Business Bauer zu spezialisieren, weil wir darin einen großen Nutzen für unsere Kunden sehen. Wir liefern zum Fixtermin und zum Fixpreis. Es gibt keine Baukostenüberschreitungen oder andere Überraschungen. Und wir haben Spaß dabei. Unsere Kunden kümmern sich um Ihr Geschäft, wir machen den Rest!

Stellen Sie sich vor, Sie könnten den internationalen Markt hinsichtlich der Ressourcen, die Ihr Unternehmen braucht, beeinflussen. An welchen globalen Stellschrauben würden Sie jetzt entschlossen drehen?

Ich denke, dass unser Planet mehr Respekt und Wertschätzung verdienen würde. Wir versuchen, frei nach Raimund Abraham dem großen österreichisch-amerikanischen Architekten, die Verletzung der Erde, die jedes Bauwerk verursacht, durch kulturelle und künstlerische Verbesserung zu versöhnen. An dieser Bewusstseinsschraube würde ich gerne drehen.

Wie heißen die aktuell größten Herausforderungen Ihrer Branche?

Gerade in Österreich ist die Baukonjunktur noch nicht wirklich angesprungen. Damit ist auch die Anzahl der geplanten Bauvorhaben gering.

Können Sie uns schon drei Rezepte für eine erfolgreiche Annahme dieser Herausforderungen skizzieren?

Erstens die Qualität weiter erhöhen, zweitens Innovationen entwickeln und drittens diese Innovationen marktreif machen.

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