Mehr Arbeitsplätze durch IT-Outsourcing

Dienstleister profitieren von der Auslagerung ihrer IT mehr als die verarbeitende Industrie.

Dienstleistungsunternehmen mit ausgelagerten IT-Diensten haben ein zehn Prozent höheres Beschäftigungswachstums als Firmen mit internen IT-Diensten. Aber für das verarbeitende Gewerbe mit externen IT-Diensten bestätigt sich dieser positive Beschäftigungseffekt nicht. Es gibt aber hier auch keinen negativen Effekt. Das sind die Kernergebnisse einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

Eine Erklärung für die positiven Beschäftigungseffekte, die die Studie nachweist, ist, dass Unternehmen durch Outsourcing effektiver werden. „Durch die Auslagerung von Aktivitäten wie etwa der IT-Dienste, die meist nicht zu den Kernkompetenzen zählen, werden in den Unternehmen Ressourcen frei, die jetzt auf die am Markt angebotenen Produkte und Dienstleistungen konzentriert werden können. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und hilft die Position des auslagernden Unternehmen am Markt zu verbessern“, erklärt Jörg Ohnemus, Studienleiter beim ZEW. Dadurch steigt letztlich dann auch wieder die Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen.

IT-Outsourcing bedeutet nicht zwangsläugfig den Verlust von Arbeitsplätzen

„Die Ergebnisse unserer Untersuchung machen deutlich, dass Outsourcing auf mittlere Frist – das heißt in einem Zeitraum von drei Jahren – nicht zwingend mit dem Verlust von Arbeitsplätzen in den auslagernden Unternehmen einhergeht“, erklärt Jörg Ohnemus vom ZEW. Als auslagerndes Unternehmen gilt eine Firma dann, wenn sie mindestens einen der drei folgenden grundlegenden IT-Dienste an einen externen Dienstleister übertragen hat: Installation von Hard- und Software, Systembetreuung und Wartung sowie Anwenderunterstützung.

Die Studienleiter des ZEW werteten eine repräsentative Stichprobe von 1.154 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland aus. Sie betrachtet die Jahre 2003 bis 2006. Neben firmenspezifischen Daten, wie etwa Branchenzugehörigkeit, Anzahl der Beschäftigten, Umsatz, Firmenalter und Verbreitung der PC-Nutzung im Unternehmen, enthält die Stichprobe Informationen über eine Vielzahl von IT-Diensten, die das Unternehmen für seine Geschäftstätigkeit braucht.

Die unterschiedlich starken Beschäftigungseffekte von IT-Outsourcing in den beiden untersuchten Wirtschaftssektoren sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die untersuchten grundlegenden IT-Dienste im verarbeitenden Gewerbe keine so große Rolle spielen wie im Dienstleistungsbereich. Dies zeigt sich daran, dass PC-Arbeitsplätze in der untersuchten Unternehmensstichprobe deutlich stärker im Dienstleistungssektor verbreitet sind als in der Industrie.

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