Niederländer fragen verstärkt nach deutschem Maschinenbau

Unternehmer im Nachbarland brauchen vor allem Teile und Maschinen für Hydraulik, Hebeeinrichtungen und Baumaschinen.

Deutsche Lieferanten profitieren von der positiven Marktentwicklung in den Niederlanden. Dort sind besonders Maschinen für intermodale Logistik-Netzwerke – also für die die Be- und Entladung, Hydraulik und Hebeeinrichtungen im Warenumschlag (Häfen, Straßen, Schiene, Luft) – gefragt. Auch Pumpen und Kompressoren verzeichnen in diesem Jahr eine steigende Nachfrage – nach einem langsamen Wachstum im Vorjahr 2010. Bei den Importen in die Niederlande insgesamt betrug das Wachstum im Jahr 2010 8,6 Prozent. Nunmehr ist eine höhere Importrate zu erwarten. Deutsche Lieferanten können sich auf mehr Umsatz freuen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Untersuchung von Germany Trade & Invest (gtai).

Auch die Verkäufe von Werkzeugmaschinen in den Niederlanden legen zu. Wegen der wieder anziehenden Konjunktur der Bauwirtschaft im Nachbarland – vor allem im Wohnungsbau – wird mit einer deutlich zunehmenden Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen gerechnet.

Hydraulik, Hebe-Einrichtungen sowie Baumaschinen sind gefragt

Deutsche Maschinenbauer können darauf hoffen, dass nach der zähen Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 das verlorene Terrain in den Jahren 2011 und 2012 wiedergewonnen werden kann. Besonders gute Chancen gibt es bei Hydraulik, Hebe-Einrichtungen sowie bei Baumaschinen.

Dieses Jahr hat für die niederländischen Maschinenbauer bereits vielversprechend begonnen. Die Auftragsbücher füllen sich. Erstmals seit der Krise steigern Industriekunden die Bruttoanlageninvestitionen der Niederländer. Im Krisenjahr 2009 brachen diese um minus 18,2 Prozent ein. Auch im letzten Jahr 2010 waren sie mit minus 1,6 Prozent noch nicht über dem Berg. Das offizielle Konjunkturinstitut Centraal Plan Bureau (CPB) rechnet für dieses Jahr mit einer Steigerung um vier Prozent, die sich im Jahr 2012 mit 4,8 Prozent plus weiter fortsetzen soll. Hiervon werden die deutschen Maschinenlieferanten als Marktführer in wichtigen Segmenten profitieren.

Mehr Absatz im Bereich Automatisierung, Robotik und in der Mechatronik

Der niederländische Unternehmensverband FME-CWM sieht besondere Geschäftschancen für Maschinen bei hochinnovativen Produkten. Gute Absatzmöglichkeiten bieten sich dabei in Bereichen mit höherer Energie- und Materialeffizienz, in der Automatisierung, in der Robotik und in der Mechatronik. Schlagworte sind hier „intelligentes Produzieren“ und „grüne Technologien.“ Bereits im Jahr 2009 wuchs der Absatz solcher Maschinen und Anlagen kräftig. Wiederum werden hier die deutsche Lieferanten profitieren, weil sie Technologieführer in den genannten Sparten sind.

Anders sieht es bei den Maschinen-Exporten der Niederländer aus: Das rasante Wachstum der niederländischen Exporte von Maschinen wird sich abmildern. Im Jahr 2010 hatte das Wachstum noch rund 22,1 Prozent betragen.

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