„Weniger Autos sind natürlich besser als mehr“

Winfried Kretschmann sorgt mit seinen Aussagen zu neuen Mobilitätskonzepten für Aufregung. Ein anderer Vorstoß des designierten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, sieht Atomendlager auch im Süden Deutschlands vor.

„Wir müssen in Zukunft Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos.“ so wird der kommende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, in der Bild am Sonntag zitiert. Seine Aussagen sorgen im Land der Autobauer für Aufregung.

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, zeigte sich in der Illustrierten „Bunte“ überzeugt, dass die Regierung von Baden-Württemberg „großes Interesse daran hat, zu zeigen, dass ein extrem erfolgreiches Bundesland diesen Erfolgsweg nicht verlassen muss“. Er entgegnete den Plänen der Grünen für ein neues Verkehrskonzept, dass Daimler schon jetzt auf treibstoffsparende Autos setze.

Sowohl die CDU als auch der zukünftige Koalitionspartner der Grünen in Baden-Württemberg, die SPD, kritisierten Kretschmann für diese Aussagen. Die großen Automobilkonzerne und deren Zulieferer bilden das Rückrad der Industrie im Südwesten.

Mit seiner Forderung, auch im Süden Deutschlands nach möglichen Endlagern für radioaktiven Müll zu suchen, stieß Kretschmann zumindest auf politischer Ebene auf mehr Zuspruch.

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