Erdbeben schadet Japans Kreditwürdigkeit

Die Entwicklung der Kreditwürdigkeit von Japan wurde abgestuft. Die Rating-Agentur begründet die schlechtere Einschätzung mit den enormen Kosten für den Wiederaufbau des Landes.

Die Rating-Agentur Standard&Poor’s (S&P) hat die Entwicklung der Kreditwürdigkeit von Japan von stabil auf negativ gesetzt. Damit könnte sich auch die direkte Einschätzung der Bonität des Inselstaats verschlechtern. Aktuell werden Anleihen aus Japan die Note AA- gegeben.

Als Grund für die schlechtere Entwicklungs-Einstufung nennt S&P die enormen Kosten, die der Wiederaufbau Japans nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe kosten wird. Die Rating-Agentur rechnet mit 400 Milliarden Dollar, die der Staat für den Wiederaufbau aufbringen wird müssen.

Spirale der Staatsschulden in Japan

Bereits vor der Katastrophe hatte Japan eine sehr hohe Staatsverschuldung. Aktuell liegt sie jährlich bei einem Wert, der dem doppelten der Wirtschaftsleistung entspricht. Die Abstufung durch S&P könnte jetzt die Situation noch verschlimmern. Je schlechter die Bonität eines Staates eingeschätzt wird, umso schwieriger und teurer wird es für ihn, Geld zu beschaffen. Damit würde die Neuverschuldung noch verstärkt.

Vor kurzem hatte Standard&Poor’s durch die Abstufung der USA für Aufsehen gesorgt. Auch die Vereinigten Staaten wurden in der Entwicklung ihrer Bonität von stabil auf negativ gesetzt.

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