Steuervorteil durch Dienstwagen

Eine aktuelle Studie kommt zum Schluss, dass Dienstwägen ungerecht besteuert werden. Der Kilometerpreis und Spritverbauch werden nicht berücksichtigt. Die Steuerbelastung ist ungerecht verteilt.

Eine Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durchgeführt wurde, kam zum Ergebnis, dass die Besteuerung von Dienstwägen zu einer ungerechten Steuerbelastung führt.

Derzeit wird ein Prozent des Listenpreises zum steuerpflichtigen Einkommen dazugerechnet. Dieser Wert ist niedrig angesetzt, die Berechnungsbasis deckt sich nicht mit dem tatsächlichen Kaufpreis und für einen Dienstwagen müssen auch keine Sozialversicherungsbeiträge abgegeben werden. Dadurch kommt es zu einer Verschiebung zwischen Geld- und Sacheinkommen, wovon hauptsächlich Menschen mit höheren Einkommen profitieren.

Ein weiterer Kritikpunkt der Studie ist, dass Kilometerleistung und der Spritverbrauch nicht berücksichtigt werden. Dadurch kommt es zu erhöhten Abgasaufkommen, die den nationalen Klimazielen entgegenstehen.

Eine neue Regelung solle die tatsächlichen Kosten zur Berechnung der Pauschale heranziehen und auch einen Bezug zur privaten Nutzung herstellen.

Von einer möglichen Neuregelung der Besteuerung wären 2,5 Millionen bzw. 60 Prozent der Neuwägen in Deutschland betroffen.

Die Studie wurde durch das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln, das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. und dem Berliner Jura-Professors Stefan Klinski durchgeführt.

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