78 Milliarden Euro für Portugal-Hilfe

Das Hilfspaket für Portugal steht. Am Dienstag konnte eine Einigung zwischen der EU und Portugal erzielt werden. Die Sparvorgaben für den dritten Staat unter dem Schutzschirm sollen weniger streng sein.

Die EU konnte sich mit Portugal über die Hilfe für den schwer angeschlagenen Staat einigen. Vereinbart wurde ein Hilfspaket von 78 Milliarden Euro. Die Hilfe ist für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. Wieviel die einzelnen Mitgliedsstaaten der Euro-Zone dafür aufbringen müssen, wurde noch nicht bekannt.

Der zurückgetretene Premier-Menister Portugals, José Sókrates, schätzt das Paket besser ein als jenes, das anderen Ländern unter dem Euro-Schutzschirm gewährt wurde. Die Fristen für die Sparziele Portugals seien entspannter. In einer Fernsehansprache sagte Sókrates, dass das Hilfspaket keine Privatisierung des Sozialsystems verlangt. Auch 13. und 14. Gehälter können weiter ausbezahlt werden.

Portugal wurde, anders als Griechenland und Irland, nicht dazu verpflichtet, Einsparungen beim Mindestlohn und bei Beamtengehältern durchzusetzen. Die dreiwöchigen Verhandlungen in Lissabon dauerten um einiges länger als die Gespräche mit Griechenland und Irland.

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