Ratingagentur stuft Griechenland erneut herab

Griechenland wird seine Sparziele nicht rechtzeitig erreichen und braucht mehr Geld über einen längeren Zeitraum. Das ist schlecht für kommerzielle Gläubiger sagt die Ratingagentur und setzt die Kreditwürdigkeit herab.

Die Ratingagentur Standard&Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter abgestuft. Am Montag setzte sie die Bewertung von BB auf B und reagierte damit auf die Berichte wonach Griechenland wesentlich mehr Geld von anderen Euro-Staaten benötige. Griechische Anleihen gelten damit als hochspekulativ.

Bei einem informellen Treffen der wichtigsten Staatschefs der Euro-Zone am vergangenen Freitag hieß es, Griechenland würde erst bis zum Jahr 2016 seine Sparziele erfüllen können. Das wäre zwei Jahre später als vorgesehen. Die Verlängerung der Garantien für Griechenland würde sich auf kommerzielle Gläubiger negativ auswirken, gab S&P an.

Griechenland hinkt seinem Sparplan zur Sanierung des Staates massiv hinterher. Alleine für das Jahr 2012 soll Griechenland zusätzliche 30 Milliarden Euro benötigen. Das berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf Vertreter der Euro-Zone.

Angepeilt ist ein Defizit von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Treffen in Luxemburg sorgte für große Aufregung nachdem Spiegel Online berichtet hatte, es werde dort über den Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion verhandelt. Diese Vermutung wurde allerdings nicht bestätigt.

Griechenland selbst beteuerte, kein Interesse daran zu haben, den Euro aufzugeben. Die Mehrheit der Ökonomen und fast alle europäischen Spitzenpolitiker sind ebenfalls der Meinung, eine neue griechische Währung würde das Problem nicht lösen.

Worüber hingegen verstärkt diskutiert wird, ist die Möglichkeit Griechenlands, seine Anleihen bei privaten Gläubigern zu verlängern. Ein Schritt den Deutscland sehr begrüßen würde. Andere Euro-Staaten wehren sich allerdings noch gegen diese Lösung.

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