Japan gibt Ausbau der Atomkraft auf

Japan wird keine neuen Atomkraftwerke mehr bauen. Mit dieser Entscheidung versucht der japanische Premier die Kritik an seinem Krisenmanagement zu zerstreuen. Das Land wird weiterhin auf seine AKW angewiesen sein.

Japan muss bei der Energiepolitik von vorne anfangen. Es sollen keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Das sagte der japanische Premierminister, Naoto Kan, bei der Ankündigung, dass evakuierte Menschen kurzzeitig in ihre Häuser zurückkehren dürften.

Diese Entscheidung ist das zweite Mal, dass Kan eine plötzliche Änderung in der Atompolitik vornimmt. Wenige Tage zuvor hatte er noch verkündet, Japan halte an der Atomenergie fest. Politische Entscheidungen gelten in Japan sonst als langwierig und konsensgeprägt.

Bis zum Jahr 2030 waren in Japan 14 neue Atomkraftwerke geplant. Sie hätten den Anteil der Kernkraft an der gesamten japanischen Stromproduktion auf 50 Prozent erhöht. Vor dem Erdbeben am 11. März kamen 30 Prozent der Elektrizität von AKW.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.