Kampf um die Arktis

In der Grönländischen Hauptstadt Nuuk haben sich die Nordpol-Anrainerstaaten zu einem Gipfel über die Aufteilung des Gebiets getroffen. Wie wichtig das Thema für die USA ist, zeigt Entsendung von Außenministerin Hillary Clinton und Innenminister Ken Salazar.

Akute politische Bedeutung bekam das Thema, weil das Britische Cairn Energy Bohrungen vor Grönland vorbereitet, Shell das Selbe in Alaska machen will und BP bereits einen Vertrag für Bohrungen mit Russland eingegangen ist, berichtet der Guardian. Damit ist Wettlauf zum Nordpol für niemanden mehr zu ignorieren.

Auf die Fülle der Bodenschätze, die unter dem Packeis vermutet werden, können neben den Russen, die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen Anspruch erheben. Noch sind die Grenzen zwischen den Nordpol-Mächten nicht klar vereinbart. Der Nordpol könnte durch seinen Reichtum an fossilen Brennstoffen zu einem neuen Krisenherd werden. Wie von Wikileaks veröffentlichte Protokolle zeigen, wird auf diplomatischer Ebene schon länger um eine Grenzziehung gerungen, wenn auch nicht immer mit diplomatischen Mitteln.

Leidtragender der Gewinnung von fossilen Brennstoffen in der Polregion wird das empfindliche Ökosystem sein. Das schmelzende Eis wird nicht als Problem gesehen sondern als Chance, größere Reserven an Erdöl und Erdgas anzuzapfen.

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