IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn verhaftet

Der Präsident des Internationalen Währungsfonds wurde in New York aus dem Flugzeug nach Paris geholt. Der Vorwurf: Es soll in seinem New Yorker Hotel versucht haben, ein Zimmermädchen zu vergewaltigen.

Es war eine spektakuläre Verhaftung: Auf seinem Weg von News York nach Paris wurde der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, von der New Yorker Polizei aus dem Flugzeug geholt. Er soll versucht haben, im New Yorker Sofitel  Hotel in Manhattan ein 32jähriges Zimmermädchen in einem Raum einzusperren und zu vergewaltigen. Sein Aufbruch aus dem Hotel deutet auf große Eile hin: Er ließ mehrere persönliche Sachen zurück, unter anderem sein Handy. Nun sitzt einer der mächtigsten Finanzmanager der Welt in einem New Yorker Untersuchungsgefängnis und wartet darauf, dem Untersuchungsrichter vorgeführt zu werden. Eigentlich wollte Strauss-Kahn am Monatg in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen, um über Griechenland zu beraten.

Obwohl von verschiedenen Seiten der Hinweis auf die Unschuldsvermutung kam, dürfte die Ereignisse das Ende der Karriere Strauss-Kahns bedeuten. Für den IWF stellt der Skandal eine große Belastung dar. zwar erklärten Vertreter des Fonds am Sonntag, dass der Fonds voll handlungsfähig sei. Aber eine derartig spektakuläre Polizeiaktion wird bei der Organisation für erhebliche Verunsicherung sorgen. Der IWF stellt ein Drittel der Rettungsgelder für Griechenland, Irland und Portugal.

Strauss-Kahn war schon im Jahr 2008 in die Schlagzeilen geraten, weil er eine Affäre mit einer ungarischen Mitarbeiterin hatte. Er hatte für ihr berufliches Fortkommen im IWF gesorgt.

Mehr in der New York Times

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