Razzia bei Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd

Die EU-Kommission verdächtigt europäische Transportunternehmen der Preisabsprache. Jetzt lässt sie die Zentralen von Reedereien durchsuchen. Hapag-Lloyd und Hamburg Süd sind ebenfalls betroffen.

Völlig unangemeldet ließ die Europäische Kommission am Dienstag Europas größte Seefracht-Unternehmen durchsuchen. Untersuchungsbeamte waren am Vormittag in die Zentralen von Moeller-Maersk, Hapag-Lloyd und CMA-CMG gekommen und hatten Zugang zu allen Unterlagen und Befragung aller Mitarbeitern gefordert.

Die Razzia steht im Zusammenhang mit einer Untersuchung, die klären soll, wie es trotz sinkender Nachfrage und steigenden Kapazitäten zu steigenden Preisen im Seefrachtgeschäft kommen konnte. Die EU-Kommision vermutet illegale Preisabsprachen zwischen den Reedereien.

Die Durchsuchung der Firmenzentralen soll mehrere Tage dauern. Ein Konzernsprecher von Maersk sagte, alle Mitarbeiter seien angewiesen sämtliche Fragen der Ermittler zu beantworten. Der Prozess laufe vorschriftsmäßig und zivilisiert ab. Auch kleinere Reedereien aus Deutschland und der Schweiz wurden durchsucht.

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