Strauss-Kahn tritt zurück

Nach dem Rücktritt des IWF-Chefs bleibt seine Nachfolge offen und Streitpunkt zwischen Europa und den Schwellenländern. In einem Brief begründet Strauss-Kahn seinen Rücktritt und weist die Vorwürfe gegen ihn zurück.

Der Guardian berichtet, dass Dominique Strauss-Kahn zurückgetreten ist. Die Vorwürfe der Vergewaltigung wies er neuerlich zurück. Der IWF wird den Prozess zur Ermittlung eines Nachfolgers bald einleiten, in der Zwischenzeit bleibt John Lipsky kommissarisch-geschäftsführender Direktor.

Neben den deutschen Peer Steinbrück und Josef Ackermann wird Jean-Claude Trichet als möglicher Nachfolger gehandelt, er wird im Oktober als EZB-Präsident ausscheiden. Gegen das Erbrecht der Europäer den Posten des IWF-Chefs besetzen zu dürfen regt sich Widerstand aus Schwellenländern wie China und Brasilien.

Der IWF-Vorstand veröffentlicht einen Brief von Strauss-Kahn, in dem er die Vorwürfe nochmals zurückweist und sein Rücktritt mit „unendlicher Traurigkeit“  geschieht. Er denke bei dieser Entscheidung zuerst an seine Ehefrau, schreibt Strauss-Kahn, die er mehr liebe als alles andere, an seine Kinder, seine Familie und an seine Kollegen im Fond, mit denen er so viel erreicht habe.

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