In Deutschland werden Chefs seltener ausgetauscht

Vorstandsvorsitzende und Führungsperonen müssen in Deutschland weniger oft ihre Posten räumen. Deutsche Unternehmen setzen auf Kontinuität in ihren Führungsetagen.

Der wirtschaftliche Aufschwung sorgt für deutlich mehr Kontinuität in den deutschsprachigen Vorstandsetagen. Räumte 2009 jeder fünfte Vorstandsvorsitzende (CEO) in Deutschland, Österreich und der Schweiz freiwillig oder unfreiwillig seinen Stuhl, war es in 2010 gerade noch jeder elfte.

Die Wechselquote hat sich damit binnen eines Jahres in ungewöhnlichem Maße von 21,3 Prozent auf 8,7 Prozent reduziert. Im europäischen wie globalen Vergleich ist dieser Trend in Deutschland am stärksten ausgeprägt. Die höchste Wechselquote weist Japan mit 18,8 Prozent auf.

Im Boommarkt China erhielt dagegen nur rund fünf Prozent der häufig staatlich geführten Unternehmen eine neue Führungsspitze. Das sind die zentralen Ergebnisse der „CEO-Succession“-Studie der internationalen Strategieberatung Booz & Company. Diese analysiert die Veränderungen an der Spitze der 2.500 weltweit größten börsennotierten Unternehmen.

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