Sozialisten in Spanien verlieren wie erwartet

Bei den Wahlen in den Regionen und Gemeinden von Spanien mussten die Sozialisten eine historische Niederlage hinnehmen. Schon im Vorfeld waren der Regierungspartei von José Luis Zapatero starke Verluste vorausgesagt worden.

Die Oppositionspartei PP erreichte am Sonntag insgesamt über 37 Prozent der Stimmen in den Gemeinden und Regionalregierungen. Damit führt sie um zehn Punkte vor der nationalen Regierungspartei von José Luis Zapatero. Der Abstand zu anderen Parteien war für die Sozialisten das letzte mal bei den Wahlen im Jahr 1991 so groß.

Zapatero gestand die Niederlage ein und erklärte sie mit der wirtschaftlichen Krise und der hohen Arbeitslosigkeit im Land. Dennoch will Zapatero die Wahlen auf nationaler Eben, die im März nächsten Jahres stattfinden sollen, nicht vorziehen.

Die Proteste gegen die Krise gehen in Spanien unterdessen weiter. Demonstranten in Madrid hatten erklärt, sie wollen noch mindestens eine Woche mit ihren Aktionen weitermachen. Die Kundgebungen wurden trotz eines Demonstrationsverbotes am Wahltag toleriert. Auf öffentlichen Plätzen hatten sich in Madrid und anderen Städten vorrangig junge Menschen versammelt, um gegen die aktuelle Situation und für mehr Demokratie zu demonstrieren.

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