Ostdeutsche mit besseren Eigenkapitalquoten als westdeutsche Firmen

In Thüringen und Sachsen gibt es Firmen mit besonders hohen Eigenkapitalquoten.

Die Eigenkapitalausstattung der kapitalintensiv produzierenden mittelständischen Industrieunternehmen ist in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), die auf Basis eines Datensatzes des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) eine Analyse auf der Ebene der Länder beinhaltet.

Eigenkapitalquoten der Mittelstandsunternehmen steigen

Insbesondere die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in Thüringen und Sachsen weisen sehr hohe Eigenkapitalquoten auf. Vorsichtige Hinweise auf Lücken in der Eigenkapitalausstattung lassen sich allenfalls in ausgewählten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes und nur in bestimmten Regionen finden, beispielsweise im Maschinenbau des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Studie bestätigt außerdem, dass die Eigenkapitalquoten der Mittelstandsunternehmen insgesamt seit Jahren im Trend ansteigen. Die zugrunde liegende Datenbank des DSGV umfasst jährlich über 200.000 anonymisierte Bilanzdaten von Firmenkunden der Sparkassen-Finanzgruppe. Für die Analyse der Eigenkapitalausstattung der mittelständischen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes (Jahresumsatz bis maximal 50 Mio. Euro) lagen im Zeitraum von 1998 bis 2009 je nach Jahrgang zwischen ca. 17.000 und ca. 26.000 auswertbare Bilanzen vor.

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