Deutscher Mittelstand zahlt in Zukunft weniger für Energie

Umweltminister Norbert Röttgen will in Zukunft mehr deutsche Betriebe von der Umlage zur Förderung für erneuerbare Energie befreien, der Schwellenwert soll 2011 halbiert werden.

Mehr deutsche Wirtschaftsbetriebe werden durch die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) bevorzugt. Von der Umlage zur Ökostrom-Förderung werden in Zukunft auch kleinere Betriebe befreit, geht es Umweltminister Röttgen. Galt die Befreiung bisher nur für Unternehmen die mehr als zehn Gigawatt im Jahr verbrauchen, soll der Schwellenwert ab 2012 auf fünf Gigawatt herabgesetzt werden. Dadurch würden auch viele mittelständische Unternehmen entlastet, die bisher die Abgabe zur Förderung für erneuerbare Energien leisten mussten. Die Umlage beträgt 3,5 Cent pro Kilowattstunde und macht damit mehr als zehn Prozent des Strompreises aus.

Beim Bundesverband der Deutschen Energiewirtschaft trifft die Neuregelung allerdings auf Widerstand. Dort wird kritisiert, dass das produzierende Gewerbe zwar entlastet würde, allerdings auf Kosten kleinerer Betriebe. Die neue Regelung würde in erster Linie nicht privilegierte Stromkunden treffen, da der Beitrag für erneuerbare Energien von immer weniger Betriebe gezahlt werden müsste und diese zusätzlich belastet würden.

Die Entlastung für Betriebe, die von der Neuregelung des EEG begünstigt werden, beträgt jährlich 150 Millionen Euro. Der gesamte Beitrag den deutsche Unternehmen für den Umstieg auf erneuerbare Energien leisten, wird 2011 etwa 13 Milliarden Euro betragen.

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