Lagarde will Direktorin werden

Die französische Außenministerin will Dominique Strauss-Kahn beerben und die erste Direktorin des Internationalen Währungsfonds werden. Ihre Ernennung wird von der Unterstützung der USA und Japans abhängen.

Christine Lagarde gab bei einer Pressekonferenz in Paris erwartungsgemäß ihre Kandidatur für die Nachfolge von Dominique Strauss-Kahn bekannt. Die französische Finanzministerin gilt als aussichtsreichste Kandidatin auf Seiten der Europäer, sie wäre die erste Frau auf diesem Posten.

Gegen einen europäischen Direktor für den Internationalen Währungsfonds regt sich Widerstand aus den Schwellenländern. Durch ihre aufstrebende Wirtschaftsleistung gewinnen diese Länder, allen voran China, zunehmend an Einfluss. Einen offiziellen Kandidaten aus den Schwellenländern gibt es allerdings noch nicht.

Zwei der einflussreichsten Länder im IWF, die USA und Japan, haben sich bisher nicht in der Besetzungsfrage zu Wort gemeldet. Dass die USA den Posten möglichst rasch nachbesetzen wollen, könnte ein Vorteil für Lagarde sein. Sie gilt als international anerkannte Finanzexpertin, vor ihrem Wechsel in die Politik hat sie eine führende Anwaltskanzlei in den USA geleitet.

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