Schweiz beschließt Atomausstieg bis zum Jahr 2035

Der Schweizer Bundesrat will bis zum Jahr 2035 alle Atomkraftwerke vom Netzt nehmen. Die Zeit bis dahin soll genutzt werden, um Versorgungsalternativen zu schaffen. Ein entsprechender Beschluss wurde heute gefasst.

In der heutigen Klausursitzung hat der Schweizer Bundesrat den Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2035 beschlossen. Alle Atomkraftwerke in der Schweiz sollen nach einer Betriebsdauer von 50 Jahren abgeschaltet werden. Demnach wäre im Jahr 2019 das Atomkraftwerk Beznau I das erste, das vom Netzt gehen muss. In Folge sollen alle anderen Atomkraftwerke nach Ablauf der Betriebszeit ebenfalls abgeschalten werden.

Die Atomkraft soll durch mehr Energieeffizienz, also Einsparungen und den Ausbau von Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien ersetzt werden. Im Bedarfsfall soll auch mehr Strom aus fossilen Energieträgern gewonnen werden. Hier setzt die Schweiz in ihrer Energiestrategie 2050 auf Wärmekopplungsanlagen und Gaskombikraftwerke. Außerdem wird wohl auch Strom importiert werden müssen.

Zudem sollen die Stromnetze rasch ausgebaut und die Energieforschung verstärkt werden. Die Entscheidung des Bundesrats basiert auf einer Einschätzung des Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die nach der Havarie von Fukushima in Auftrag gegeben wurde.

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