Generationswechsel bei Rödl & Partner

In Nürnberg übergibt der legendäre Firmengründer Bernd Rödl die operativen Geschäfte an seinen Sohn Christian.

In der internationalen Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft übernimmt Christian Rödl den Vorsitz der Geschäftsleitung von seinem Vater Bernd Rödl. Dieser hatte die Firma 1977 gegründet und zu einem weltweit operierenden Unternehmen ausgebaut. Das Unternehmen gab den Wechsel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Nürnberg bekannt.

Bereits zum Jahreswechsel hatte Christian Rödl die Leitung des Unternehmens übernommen. Gründer Bernd Rödl zieht sich mit 67 Jahren aus der operativen Geschäftsleitung zurück. Dieser Nachfolgeprozess wurde bereits vor fünf Jahren eingeleitet. „Wir sind stolz darauf, mit einem eingespielten und starken Führungsteam in die nächste Generation zu gehen, und unsere Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben. Alle sieben Geschäftsführenden Partner sind schon seit über zehn Jahren in der Führungsebene unserer Kanzlei tätig. Diese Kontinuität und Verlässlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur und -werte“, sagte Christian Rödl.

Der Wechsel werde keine Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens haben. Das Unternehmen wolle weiter wachsen und plane, in diesem Jahr weitere 300 Mitarbeiter einzustellen, zwei Drittel davon weltweit. In Deutschland werde man einen besonderen Fokus auf Wachstum in den Großstädten legen.

Rödl & Partner kann für diese Strategie den Rückenwind des vergangenen Jahres nutzen: Im Geschäftsjahr 2010 stieg der Umsatz um acht Prozent auf 235,2 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs leicht auf 3.050. Damit baut die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft ihre führende Position als Entscheidungsberater deutscher Familienunternehmen weltweit aus. Rödl will dabei unabhängig bleiben und setzt auf Wachstum aus eigener Kraft.

Christian Rödl beschreibt die Struktur des Geschäfts: „Neben den Unternehmern selbst beraten wir zunehmend Private Equity-Gesellschaften und Konzerne, die mittelständische Unternehmen erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sie bauen auf unsere Erfahrung mit Familiengesellschaften und schätzen unseren unternehmerischen Beratungsansatz. Allerdings will Rödl auch weiter selbst als Käufer auftreten und prüft regelmäßig den Zukauf von erfolgreichen spezialisierten Kanzleien, sofern das Team zu unserer gewachsenen Unternehmenskultur passt.“

Rödl möchte seine gute Positionierung im Mittelstand nutzen, um deutsche Familienunternehmen bei der Internationalisierung zu unterstützen.

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