Ratingagentur gibt Irland zwei Jahre Zeit

Sollte sich Irland bis 2013 nicht selbst finanzieren können, droht die Herabstufung durch Standard & Poor's, berichtet der Guardian.

Standard & Poor’s (S&P) will Irland zwei Jahre Zeit geben, den Finanzmärkten zu beweisen, dass sie nicht die nächsten Griechen sind. Sollten die Iren das nicht schaffen, steht ihnen eine Herabstufung durch die Ratingagentur bevor. Ein Manager von S&P hat im Zusammenhang mit der Eurokrise gesagt, das die Iren noch nicht so weit sind wie die Griechen, die große Einsparungen durchsetzten müssten oder zum Drachme zurückkehren müssen. Durch den steigenden Schuldenstand einiger Euro-Staaten verliert die Einheitswährung das Vertrauen der Finanzmärkte und an Wechselkursstabilität.

Würde sich der Zugang zu den internationalen Kreditmärkten bis 2013 noch weiter erschweren, hätte das ernsthafte Konsequenzen für Irland, meint ein Experte der Ratingagentur. In den letzten Jahren haben sich die Zinsen für irische Zehn-Jahres-Anleihen bereits von fünf auf elf Prozent erhöht. Die OECD prognostiziert, sollten Irland, Griechenland und Portugal ihre ambitionierten Sparmaßnahmen auch durchsetzen können aber die Kreditzinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, werde keine nachhaltige finanzielle Enwicklung möglich sein.

Wird Irland auch im nächsten Jahr keine Investoren finden, wird eine grundlegende Umstrukturierung bevorstehen. Anders als in anderen Ländern wird in Irland trotz Finanzierungskrise nicht die Steuerlast erhöht, die Unternehmenssteuer wird auch weiterhin bei 12,5 Prozent bleiben. Gerade auf diesen Wettbewerbsvorteil vertraut man in Irland als Schlüssel zum Wirtschaftswachstum.

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