Auch UBS sieht Italiens Finanzen in Schieflage

Laut Thomas Wacker von der UBS hätte ein Ausbleiben von Reformen eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens zur Folge.

Die Schweizer Großbank UBS teilt die Besorgnis der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) über die Aussichten für die Kreditwürdigkeit Italiens. Das geringe Wirtchaftswachstum und die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit durch die eingeschränkte monetäre Flexibilität innerhalb der Währungsunion sind die Gründe für die Skepsis der Banker.

Thomas Wacker, Leiter Kreditanalyse beim UBS Wealth Management Research, erklärt im Gespräch mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten, dass S&P ein ähnliches Vorgehen gewählt habe wie bei den USA – wenngleich beide Länder aus Kreditsicht nicht vergleichbar seien.

Die Ratingagentur habe, so Wacker, das bestehende Rating beibehalten, aber mit einem negativen Ausblick klar aufzeigt, dass ein Ausbleiben weiterer Reformen in den folgenden Jahren eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit nach sich ziehen könne. Vorher wäre S&P davon ausgegangen, dass Italien seinen sehr hohen Schuldenstand mittelfristig konsolidieren könnte und entsprechende Reformen durchgeführt werden könnten, meint Wacker.

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