Ehec-Gefahr auch durch Auberginen

Vorsicht ist geboten, aber Panik nicht angebracht, sagt die Deutsche Ärztekammer. Durch das Befolgen einfacher Regeln kann eine Infektion abgehalten werden.

Auberginen wurden in die Liste der möglichen Überträger des Darmbakterium Ehec aufgenommen. Bisher galten neben Gurken, Tomaten und Blattsalat als risikoreiche Lebensmittel. Nun sind auch Auberginen von Rückrufaktionen betroffen, meldet die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Die Deutsche Bundesärztekammer warnt vor einer Panikmache, denn jeder kann sich vor Ehec schützen. Dabei gilt es einfache Regeln zu befolgen: regelmäßiges Händewaschen, der Verzicht auf rohe Gurken, ungekochte Tomaten, rohe Milch, Auberginen und Salat, nur durchgegartes Fleisch essen (10 Minuten bei mindestens 70 Grad) und verderblicher Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahren.

Innerhalb einer Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen, meistens sind es drei bis vier, tritt häufig eine Magen-Darm-Grippe auf. Diese kann sich zu einer schweren Darmentzündung und zum hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) entwickeln. Eine Infektion mit Ehec kann aber auch ohne diese Krankheiten verlaufen. Die Ausscheidungszeit des Bakteriums beträgt typischerweise fünf bis zwanzig Tage, kann bei Kindern aber Monate dauern. Während dieser Zeit herrscht Übertragungsgefahr auf andere Menschen. Bei dem Verdacht einer Infektion mit Ehec sollten Sie sich umgehend in Behandlung begeben, ansonsten besteht die Gefahr andere Menschen anzustecken. Die Einnahme von Antibiotika ist nicht sinnvoll.

Bisher sind elf Personen in Deutschland an Ehec gestorben, alle aus Norddeutschland. Vier von ihnen kamen aus Schleswig-Holstein, drei aus Hamburg, zwei aus Niedersachsen, eine aus Bremen und Nordrhein Westfalen. Von den elf Opfern waren zehn Frauen.

In Österreich wurden am Freitag zwei deutsche Touristen mit Ehec-Infektion in ein Linzer Krankenhaus eingeliefert. Mittlerweile sind auch in Frankreich sind auch drei Ehec-Fälle in Frankreich aufgetreten, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Xavier Bertrand. Alle französischen Ehec-Patienten waren zuvor in Deutschland.

Das Hamburger Hygiene-Institut hat bisher Ehec-Erreger auf drei Salatgurken nachweisen können.

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  1. Heidrun sagt:

    darf mann essiggurken überhaupt noch essen oder sind die auch gefährlich