Schwarz-Gelb einigt sich auf Atomausstieg, der BDI ist dagegen

Die deutsche Regierung einigt sich auf den Ausstieg aus der Atomkraft bis spätestens 2022. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) kritisiert diesen Schritt.

Die Koalition vereinbart die Abschaltung aller AKW in Deutschland bis 2021. Jedoch könnten drei Meiler noch bis 2022 weiterlaufen, würde die Energiewende nicht schnell genug vollzogen werden und könnte der Strombedarf nicht ohne Nuklearenergie gedeckt werden.

Den Ausstiegsplan kritisiert Hans-Peter Keitel, Präsident des BDI, denn „einen finalen und irreversiblen Schlusspunkt für die Nutzung von Kernenergie in diesem Land zu fixieren“, erfüllt ihn „zunehmend mit Sorge“. Ohne Atomstrom stehe die Versorgungssicherheit auf dem Spiel und damit Verlässlichkeit Deutschlands als Industrieland. Außerdem würde der Umstieg auf andere Energiequellen die Emissionsziele gefährden und den Strompreis in die Höhe treiben.

Nach Angaben der Regierung wird der Ausstieg aus der Atomkraft Kosten von etwa zwei Milliarden Euro jährlich verursachen. Die Kosten für die Energiewende werden aus dem Energie- und Klimafonds gedeckt, der Bundeshaushalt bleibt davon unberührt.

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