Hohe Exportausfälle in Spanien und Niederlande, Russland stoppt Importe

Der wirtschaftliche Schaden durch die Ehec-Krise wird größer: Vor allem die Agrarindustrien in Spanien und den Niederlanden verzeichnen Millionenverluste.

Spanien prüfe Schadensersatzansprüche gegen Deutschland wegen Produktionsausfällen der spanischen Landwirte, sagte der spanische Agrarstaatssekretär Josep Puxeu laut Presseberichten. Die Spanier werfen den deutschen Behörden vor, darüber spekuliert zu haben, dass die Infektionen ihren Ursprung in spanischen Gurken haben könnten, was bislang nicht eindeutig bewiesen ist.

Dies habe dazu geführt, dass mehrere Länder und Handelsgesellschaften die Einfuhr spanischer Agrarprodukte eingeschränkt hätten. Die spanischen Bauernverbände bezifferten die Verluste, die dem spanischen Gemüseanbau entstünden, auf sechs bis acht Millonen Euro am Tag, schreibt die Financial Times Deutschland.

Die russische Regierung hat die Einfuhr von Gemüse aus Deutschland und Spanien verboten. Es wurde angeordnet, frisches Gemüse beider Länder aus den Lebensmittelmärkten zu entfernen. Russland, das größte Land der Erde, importiert wegen schlechter Eigenversorgung Lebensmittel.

Niederländische Gemüsehändler beklagen Exportausfall

Die Niederlande seien dringend daran interessiert, dass baldmöglichst geklärt wird, woher die potenziell tödliche Darminfektion EHEC kommt, sagte der niederländische Minister für Landwirtschaft und Außenhandel, Henk Bleker, schreibt die Nassauische Neue Presse. Wegen mangelnder Nachfrage aus Deutschland durch die EHEC-Krise ist der Export von Gemüse aus den Niederlanden nach Deutschland eingebrochen. Das Exportvolumen von niederländischem Gemüse nach Deutschland betrage rund zehn Millionen Euro pro Woche, sagte Minister Bleker.

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