Indien braucht dringend Wasser-Anlagen

Investoren schließen in Indien Verträge vor allem mit kommunalen Versorgern ab.

Indiens mangelhafte Wasserversorgung könnte sich in den nächsten Jahren zu einem ernsthaften Problem für die Wirtschaft entwickeln. Die Regierung möchte daher mit Hilfe des Privatsektors das marode Leitungssystem modernisieren und erweitern. Steuervergünstigungen sollen Investitionen in Wasser sparende Produktionstechniken für Unternehmen attraktiver machen und der Wasserverbrauch von Produkten für den Endkunden transparenter werden. Geplant ist auch der Bau weiterer Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs bei der Meerwasser-Entsalzung ist Indien besonders an Lösungen mit geringem Energiebedarf beziehungsweise an Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, interessiert. Indien hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2017 die Effizienz der Wassernutzung um 20 Prozent zu steigern. Das geht aus einem aktuellen Bericht von Germany Trade & Invest hervor.

Es gibt bereits ein Dutzend Public Private Partnership (PPP) im Wassersektor. Auch ausländische Unternehmen wie der französische Dienstleister Veolia sind auf dem indischen Markt aktiv. Meist schließt der private Investor einen Vertrag mit dem kommunalen Versorger.

Am Beginn eines Engagements im Wassersektor stehen für den privaten Investor hohe Investitionen und vage Einnahmeprognosen. Schätzungen zufolge ist das Verhältnis von Kapitalkosten zu Einnahmen 70 Prozent niedriger als beispielsweise bei einem Engagement im Telekom-Sektor.

Grund dafür ist die Einspeisung von Wasser, ohne dass Einnahmen dafür erzielt werden. Der Wert liegt in den indischen Städten bei 40 bis 50 Prozent der gesamten Wassermenge. Die Verluste sind das veraltete Leitungssystem, Diebstahl sowie ungenaue Verbrauchsmessungen beim Endkunden zurückzuführen.

Indien forciert den Ausbau der Meerwasser-Entsalzungstechnologie

Ohne private Investoren ist diese Aufgabe nicht zu finanzieren. Doch bisher gibt es kaum Kooperationen zwischen kommunalen Versorgern und dem Privatsektor. Bislang ist es noch schwierig, mit Projekten im Bereich Wasserversorgung Geld zu verdienen. Die Bereitschaft auf Verbraucherseite, einen angemessenen Preis für ihren Wasserkonsum zu zahlen, ist sehr gering. Hinzu kommt, dass es in den meisten Haushalten keine technischen Möglichkeiten gibt, den tatsächlichen Verbrauch zu messen.

Um seinen steigenden Wasserbedarf zu decken, setzt Indien auch auf die Meerwasser-Entsalzungstechnologie. Seit August 2010 ist die erste kommerzielle Anlage im Bundesstaat Tamil Nadu in Betrieb. Hier werden jeden Tag 100 Millionen Liter Trinkwasser zur Versorgung der südostindischen Metropole Chennai erzeugt. Das Projekt ist ein Joint Venture zwischen IVRCL Infrastructure aus Hyderabad und dem spanischen Anlagenbauer Befesa Agua. Die Projektkosten beliefen sich Unternehmensangaben zufolge auf umgerechnet 93 Millionen Euro.

Der seit Jahren unter Wassermangel leidende Bundesstaat möchte weitere Meerwasser-Entsalzungsanlagen bauen. Derzeit befindet sich ein weiteres Vorhaben mit einer Kapazität von 100 Millionen Liter pro Tag in Planung. Investoren sind die indische Tochter des österreichischen Anlagenbauers VA Tech Bawag und der israelische Hersteller von Entsalzungsanlagen IDE Technologies.

Kommentare

Dieser Artikel hat 4 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Peter Althaus sagt:

    In Zusammenarbeit mit der GIZ hat Gerindtec in Indien die ersten voll funktionsfähigen Solaren Entsalzunganlagen installiert.
    Derzeit werden weitere Projekt in Indien verfolgt. Das tägliche Trinkwasservolumen beträgt zwischen 5000 Litern bis zu 500.000 Litern.
    Die Systeme von Gerindtec können in Gebieten mit schwacher Infrastruktur eingesetzt werden. Die Entsalzungsmodule basieren auf MEH, bzw. MED Prozessen. Die Anlagen werden über Solarthermische Systeme betrieben. Die Vorteile dieser Systeme von Gerindtec liegt bei minimalen Wartungsaufwand und geringen Verbrauchsgütern. Ebenso wurde viel Wert auf eine einfache, modulare Installation gelegt. Das Deutsch Indische Unternehmen Gerindtec betreibt eine gute Servicestruktur in Indien und führt in Kooperation mit der GIZ ebenfalls Schulungen im Bereich der Solarthermie und Entsalzung in Indien durch.

  2. Peter Althaus sagt:

    In Zusammenarbeit mit der GIZ hat Gerindtec in Indien die ersten voll funktionsfähigen Solaren Entsalzunganlagen installiert.
    Derzeit werden weitere Projekt in Indien verfolgt. Das tägliche Trinkwasservolumen beträgt zwischen 5000 Litern bis zu 500.000 Litern.
    Die Systeme von Gerindtec können in Gebieten mit schwacher Infrastruktur eingesetzt werden. Die Entsalzungsmodule basieren auf MEH, bzw. MED Prozessen. Die Anlagen werden über Solarthermische Systeme betrieben. Die Vorteile dieser Systeme von Gerindtec liegt bei minimalen Wartungsaufwand und geringen Verbrauchsgütern. Ebenso wurde viel Wert auf eine einfache, modulare Installation gelegt. Das Deutsch Indische Unternehmen Gerindtec betreibt eine gute Servicestruktur in Indien und führt in Kooperation mit der GIZ ebenfalls Schulungen im Bereich der Solarthermie und Entsalzung in Indien durch.

  3. Peter Althaus sagt:

    In Zusammenarbeit mit der GIZ hat Gerindtec in Indien die ersten voll funktionsfähigen Solaren Entsalzunganlagen installiert.
    Derzeit werden weitere Projekt in Indien verfolgt. Das tägliche Trinkwasservolumen beträgt zwischen 5000 Litern bis zu 500.000 Litern.
    Die Systeme von Gerindtec können in Gebieten mit schwacher Infrastruktur eingesetzt werden. Die Entsalzungsmodule basieren auf MEH, bzw. MED Prozessen. Die Anlagen werden über Solarthermische Systeme betrieben. Die Vorteile dieser Systeme von Gerindtec liegt bei minimalen Wartungsaufwand und geringen Verbrauchsgütern. Ebenso wurde viel Wert auf eine einfache, modulare Installation gelegt. Das Deutsch Indische Unternehmen Gerindtec betreibt eine gute Servicestruktur in Indien und führt in Kooperation mit der GIZ ebenfalls Schulungen im Bereich der Solarthermie und Entsalzung in Indien durch.

  4. Peter Althaus sagt:

    In Zusammenarbeit mit der GIZ hat Gerindtec in Indien die ersten voll funktionsfähigen Solaren Entsalzunganlagen installiert.
    Derzeit werden weitere Projekt in Indien verfolgt. Das tägliche Trinkwasservolumen beträgt zwischen 5000 Litern bis zu 500.000 Litern.
    Die Systeme von Gerindtec können in Gebieten mit schwacher Infrastruktur eingesetzt werden. Die Entsalzungsmodule basieren auf MEH, bzw. MED Prozessen. Die Anlagen werden über Solarthermische Systeme betrieben. Die Vorteile dieser Systeme von Gerindtec liegt bei minimalen Wartungsaufwand und geringen Verbrauchsgütern. Ebenso wurde viel Wert auf eine einfache, modulare Installation gelegt. Das Deutsch Indische Unternehmen Gerindtec betreibt eine gute Servicestruktur in Indien und führt in Kooperation mit der GIZ ebenfalls Schulungen im Bereich der Solarthermie und Entsalzung in Indien durch.