Gemüsemarkt eingebrochen – Rufe nach finanzieller Entschädigung

Russland stoppt sämtliche Gemüseimporte aus EU. Gemüsebauern kämpfen um ihre Existenz.

Vor allem Bauern und Gemüsehändler aus europäischen Ländern wie Spanien, Niederlande und Deutschland leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Ehec-Krise. Die Krise habe deutsche Landwirte bislang bis zu 30 Millionen Euro gekostet. „Wir rechnen momentan mit Umsatzverlusten von drei Millionen Euro pro Tag, Tendenz steigend“, zitieren Nachrichtenagenturen den Deutschen Bauernverband. Die Existenz vieler Bauernhöfe sei bedroht. Laut Bauernverband würden den deutschen Gemüsebauern jeden Tag mindestens ein Drittel ihres Umsatzes bei laufenden Kosten verloren gehen. Ein Großteil der Ernte muss vernichtet werden.

Russland macht für Gemüse aus Europa Grenzen dicht

Erschwerend kommt hinzu, dass Russland wegen der wachsenden Zahl von lebensgefährlichen EHEC-Infektionen insbesondere in Deutschland alle Gemüseimporte aus der Europäischen Union gestoppt hat, berichten Nachrichtenagenturen.

Die Gemüse-Branche hofft auf Entschädigungen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, forderte laut Nachrichtenagenturen einen finanziellen Ausgleich von der Bundesregierung und der EU für die angeschlagenen Betriebe.

Vertreter der Landwirtschaft kritisieren die Informationspolitik von Behörden und wissenschaftlichen Instituten. Sie hätten zu vorschnell mit dem Finger auf das Gemüse als Quelle der Ehec-Erreger gezeigt.

EU-Kommissar Dalli hält Entschädigungen generell für denkbar. Auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat angekündigt, rechtliche Möglichkeiten für Kompensationen betroffener Landwirte auszuloten.

Die Landwirtschaft kämpft zurzeit mit zwei Problemen: Zum einen kann sie ihr Gemüse wegen der Ehec-Krise nicht verkaufen. Zum anderen ist die anhaltende Trockenheit ein großes Problem.

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