Wirtschaftsweiser stuft Lage in USA als „beunruhigend“ ein

Zuvor hat die Ratingagentur Moody's nach Standard & Poor's als zweite Ratingagentur die Kreditwürdigkeit der USA angezweifelt.

Mit Sorge betrachtet Lars P. Feld, jüngstes Mitglied des Sachverständigenrat der Bundesregierung (Wirtschaftsweise), die wirtschaftliche Entwickung in den USA: „Kurzfristig zeigt sich das typische Polittheater eines divided government. Mittel- und langfristig sind die hohen Schulden großer US-Bundesstaaten und die bislang nicht erkennbaren Schritte zur Reform der Sozialversicherungen beunruhigend“, sagte er den Deutschen Mittelstands Nachrichten.

Die Analysten der Ratingsagentur Moody’s warnen vor steigenden Risiken für das Kredit-Rating der USA. Sollte es bis Mitte Juli keine Fortschritte bei den US-Haushaltsgesprächen geben, werde das Rating wahrscheinlich herabgestuft, teilte Moody’s mit.

Kein Kredit wegen hohen Staatsschulden

Zur zeit wird die USA mit der bestmöglichen Bonitätsnote ‚AAA‘ eingestuft. Im April hatte bereits die Agentur Standard & Poor’s die USA überraschend vor einem Entzug der Bonitäts-Höchstnote ‚AAA‘ gewarnt. Ihre Analysten senkten den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit auf ’negativ‘ von zuvor ’stabil‘.

Der Regierung in Washington droht in zwei Monaten die Zahlungsunfähigkeit, sollte es im Kongress keine Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze geben. Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen.

Zuvor meldeten Nachrichtenagenturen, dass die amerikanische Industrie im Mai so stark an Schwung verloren hat wie seit Jahren nicht mehr. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2009.

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