Ehec: Kliniken vernetzen sich

Deutsche Kliniken richten ein Register aller Ehec-Erkrankungen ein, um einen transparenten Überblick über die Behandlungsergebnisse zu bekommen. Die Datenbank soll auch bei der Suche nach dem Erreger helfen.

Deutsche Kliniken führen erstmals ein bundesweites Register zur Erfassung von Behandlungsergebnissen ein, das meldet das Ärzteblatt. An dieser Ehec-Datenbank beteiligen sich vorerst 15 Kliniken. Darunter die Universitätskliniken Hamburg, Hannover und Kiel, aus den besonders von Ehec betroffenen norddeutschen Gebieten. Erfasst werden alle Patienten, die unter Hämolytischen-Urämischen Syndrom (HUS), einer Folgeerkrankung von Ehec, leiden.

Die Ehec-Datenbank hat nicht nur einen medizinischen Sinn, sondern auch einen verwaltungstechnischen. Neben den Behandlungsergebnissen werden auch die jeweiligen Kapazitäten der Kliniken erfasst. Damit entsteht ein transparenter Überblick über alle freien Krankenbetten in den deutschen Ehec-Kliniken.

Nicht nur Kliniken beteiligen sich an diesem ehrgeizigen Projekt, auch das Robert-Koch-Institut (RKI) wird Teil der Ehec-Datenbank sein. Mit Hilfe der gesammelten Ergebnisse soll die Quelle für das neue Ehec-Bakterium ermittelt werden. Angedacht ist auch das Register auf weiter europäische Länder auszudehnen, um die Datenlage nochmals zu verbessern.

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