Ehec: Landwirtschaftskammern kritisieren RKI

Die Informationspolitik des Rober-Koch-Instituts (RKI) habe sich an "vagen Verdachtsmomenten" orientiert. Die Verbraucherschutzminister Ilse Aigner solle nun auf das staatliche Institut einwirken.

Nach Meinung der Landwirtschaftskammern habe sich das RKI nicht „sachkundig“ gemacht, auf welche Weise Gemüse in landwirtschaftlichen Betrieben produziert wird. Die Düngung mit Gülle sei in der Produktion von Gemüse völlig unüblich. Aus Gründen der Qualität werde mit gezielter Mineraldünung die optimale Nährstoffversorgung hergestellt. Tomaten und Gurken werden zudem in Gewächshäusern gezüchtet und die oberirdischen Pflanzenteile kämen gar nicht mit der Nährlösung in Berührung.

Die Präsidenten der Landwirtschaftskammern weisen darauf hin, dass den landwirtschaftlichen Betrieben ein erheblicher Schaden entstanden ist. Die Existenz vieler Familien sei durch vage Verdachtsmomente erheblich gefährdet worden.

Neue Spuren auf der Suche nach der Quelle der Ehec-Erkrankungen führen allerdings wieder zu norddeutschen Gemüseproduzenten. Sprossen aus Niedersachsen sind momentan die heißeste Spur der Ehec-Ermittler.

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