Ehec: Bis zu 90 Prozent Ausfälle bei Gemüse in NRW

Bei den betroffenen Gemüsesorten – Tomaten, Gurken und Salat – gehen die Erzeugerorganisationen in NRW von einem 80 bis 90 prozentigen Rückgang der Verkäufe aus. Die Gemüseerzeuger hoffen in der Ehec-Krise auf EU-Hilfe.

„Für den Verkauf des Gemüses, das auf Feldern wächst und jetzt geerntet wird, besteht wenig Hoffnung“, sagt Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW). Für das Gemüse in Glashäusern besteht die Hoffnung einer schnellen Lösung der Ehec-Krise und einer Entspannung der Lage. Dann könnte der Rest der Saison gerettet werden. In NRW wurden mehrere tausend Ehec-Tests bei Gemüse durchgeführt, alle endeten mit einem negativen Ergebnis.

Viele spezialisierte Betriebe die auf ihr Gemüse Feldern anbauen, haben jetzt ihre Haupterntezeit. Doch momentan ist ihre Ware fast unverkäuflich und die Einnahmen gehen gegen Null. „Diese Betriebe haben hohe Ausgaben, oft eine Angestelltenzahl im zweistelligen Bereich“, sagt Rüb. Werde es auf EU-Ebene nicht schnell zu einer Einigung über Ehec-Entschädigungszahlungen kommen, wäre garantiert mit Insolvenzen zu rechnen. Das die gesamten Einbußen von der EU ausgeglichen würden, damit sei nicht zu rechnen. Die EU werde dafür sorgen, das die Gemüseproduzenten über die Runden kommen könnten aber sie sei keine Vollkaskoversicherung.

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