Gesundheitsminister Bahr gesteht Zeitverlust durch Ehec-Meldungen per Briefpost ein

Gesundheitsminister Bahr gibt zu, dass bislang Ehec-Meldungen über den langwierigen Postweg per Brief verschickt wurden.

Die Ehec-Gefahr ist nicht gebannt. Es kann keine Entwarnung gegeben werden. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr befürchtet weitere Todesfälle. Das geht aus Presseberichten hervor. Bislang sind in Deutschland mindestens 32 Menschen an den Folgen einer Ehec-Infektion verstorben.

Unterdessen wurde bekannt, dass das Meldeverfahren von Ehec-Krankheitsfällen über den Postweg verläuft, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Demnach sagte Gesundheitsminister Bahr gegenüber ZDF-Journalisten: „Es ist auch für mich unverständlich, dass wir hier noch veraltete Kommunikationswege nutzen.“ Damit würde der Minister eingestehen, dass wertvolle Zeit bei der Bekämpfung der Epidemie und bei der Rettung von Menschenleben verloren gegangen wäre. Um bundesweit schnell einen Überblick zu bekommen, müssten die Meldungen zügiger und besser ausgetauscht werden, sagte Bahr.

Der Gesundheitsminister hofft, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht sei: „Die Ehec-Welle klingt allmählich ab. Es gibt Anlass zu der Hoffnung, dass nun das Schlimmste überstanden ist“, sagte er der Bild am Sonntag. Eine neue Welle von Infektionen hält Bahr für „sehr unwahrscheinlich“. Dagegen sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger: „Der Ausbruch ist noch nicht vorbei.“

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