Mehr schwere Ehec-Fälle in NRW – Ministerium hat keinen Überblick über bereits entlassene Patienten

In Nordrhein-Westfalen sind aufgrund einer Ehec-Infektion 84 Personen schwer erkrankt. Das sind zwei Personen mehr als am Freitag.

Bei den Ehec-Patienten wurde HUS (hämolytisch urämisches Syndrom = akutes Nierenversagen) festgestellt. Auslöser war der Erreger EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli). Das teilte Christoph Meinerz, Pressesprecher des NRW-Gesundheitsministeriums den Deutschen Mittelstands Nachrichten mit.
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Es gibt 27 weitere Personen in NRW, die ernsthaft erkrankt sind („HUS-Fälle“ einschließlich in Abklärung befindlicher Verdachtsfälle), bei denen aber ein Zusammenhang mit EHEC bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Zahl der von Laboren seit dem 1. Mai 2011 in Nordrhein-Westfalen gemeldeten EHEC-Fälle beträgt 366. Am Freitag, den 11. Juni 2011, waren es noch 359 gemeldete EHEC-Fälle.

Pressesprecher Meinerz weist ausdrücklich darauf hin, die Zahlen den Stand der Meldungen seit dem 1. Mai 2011 wiedergeben, nicht den aktuellen Krankenstand. Aufgrund diverser Einzelmeldungen sei bekannt, dass etliche seit 1. Mai 2011 erkrankte Personen wieder gesund seien, erklärt Meinerz.

Aber ein Gesamtüberblick steht bisher nicht zur Verfügung, da bei EHEC keine „Abmeldepflicht“ besteht. Meinerz berichtet, dass auf Bitten des Gesundheitsministeriums die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen inzwischen eine Befragung aller Krankenhäuser in NRW gestartet habe. Ziel: Die Zahl der inzwischen wieder entlassenen EHEC-Patientinnen und -Patienten sollen mitgeteilt werden. Mit ersten Ergebnissen wird erst Mitte kommender Woche gerechnet, so Meinerz.

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