Standard & Poor’s stuft Griechenland um gleich drei Stufen herab

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter herabgestuft. Sie wurde um drei Stufen von B auf CCC gesenkt, wie die Agentur mitteilte. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die internationalen Finanzmärkte Griechenland stark misstrauen.

S&P begründete die wiederholte Herabstufung mit der drohenden Umschuldung Griechenlands. Dabei müssten Gläubiger auf ihr Geld verzichten.

Die langfristige Perspektive sei negativ, erklärte die Agentur. Athen werde sich 2012 und „wahrscheinlich“ auch später nicht wieder selbst Geld an den Finanzmärkten leihen können.

Um einen Staatsbankrott Griechenlands abzuwenden, hatten die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) dem Land im vergangenen Jahr Notkredite von insgesamt rund 110 Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung in Athen zu einem harten Sparkurs.

Derzeit wird in der EU über weitere Hilfsmilliarden für Griechenland verhandelt. Das Land kann seine rund 350 Milliarden Euro doch nicht alleine abtragen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Wochenende um Unterstützung für die Stabilisierung krisengeschüttelter Euro-Staaten geworben. Es könne den Aufschwung auch in Deutschland gefährden, wenn die EU-Partner „einfach einen unkontrollierten Bankrott eines Landes zulassen“ würden, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.