„Fast kein Ausweg mehr für Griechenland“

Der ehemalige Chef der US-Notenbank (Federal Reserve Bank) sieht die Chancen für eine Rettung Griechlands sehr gering. Schuld an der Ausweglosigkeit sei die Politik. Eine Staatspleite Griechenlands könnte die nächste Rezession auslösen.

„Die Wahrscheinlichkeit einer griechischen Staatspleite ist sehr hoch“, sagt der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan in einem Bloomberg Interview. „Das Problem ist“, laut Greenspan, „ dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass das politische System funktioniert, die Chancen für Griechenland sind sehr gering.“

Nachdem die griechische Kreditfähigkeit mehrmals heruntergestuft wurde, erreichen die Staatsanleihen einen Rekordwert. Griechenland muss mittlerweile für seine Schulden einen Zinssatz von 30 Prozent in Kauf nehmen.

Laut Greenspan, gäbe es fast keinen Ausweg mehr für das angeschlagene Land. Er befürchtet, dass eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands eine neue Rezession auslösen würde. Das hätte auch verheerende Folgen für die US-Wirtschaft und würde einige Banken in Bedrängnis bringen.

Derzeit müssen die USA ihre eigene Schuldenkrise lösen. Die Staatsschulden werden noch dieses Jahr 100 Prozent des BIP erreichen und die selbstverschriebenen Schuldenobergrenze überschreiten. Um neue Kredite aufnehmen zu können, braucht Präsident Obama dringend die Unterstützung der Republikaner.

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