Banken werden Griechenland wahrscheinlich nicht helfen

Der Beschluss der Euro-Finanzminister, nachdem sich private Gläubiger an zusätzlichen Milliardenhilfen für Griechenland freiwillig beteiligen sollen, wird von Finanzmarktexperten als überflüssig und wirkungslos interpretiert.

Für den Finanzexperten der Baader Bank, Robert Halver, ist eine freiwillige Beteiligung an der Griechenland-Hilfe Wunschdenken. „Das wird keine Bank machen, die bis drei zählen kann“, sagte er laut der Nachrichtenagenutur Reuters dem Sender MDR Info.

Der Bankenverband forderte am Montag wirtschaftliche Anreize, damit Institute neue Anleihen des hoch verschuldeten Euro-Staates kaufen können, berichten Nachrichtenagenturen Als Beispiel nannte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer eine bessere Bonität der Papiere durch „gewisse Sicherheiten.“ Das könnten Staatsanleihen seien.

Finanzmarktexperten glauben nicht, dass sich ausreichend Banken, Versicherer oder Fonds an einer Rettung beteiligen. Für die Banken bestehe kein Handlungsdruck sowie zu wenig Gewinnchancen.

Banken werden Griechenland nicht freiwillig unterstützen

Deutsche Banken und Versicherer gehören laut Nachrichtenagenturen zwar mit den französischen Häusern zu den größten Geldgebern Griechenlands. Mit einem Volumen von weniger als 20 Milliarden Euro sei das Gesamtengagement für die Finanzbranche aber überschaubar, sagten Banker.

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