Rating-Agentur Fitch: USA droht negativer Ausblick

Die Ratingagentur Fitch hat den USA mit einem negativen Ausblick auf die Entwicklung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht. Wenn der US-Kongress nicht die gesetzliche Schuldengrenze erhöht, geht der US-Regierung am 2. August das Geld aus.

Alles hängt davon ab, ob sich Präsident Obama und die republikanische Opposition im Kongress im Schuldenstreit rechtzeitig einigen können.

„Wenn wir den 2. August erreichen, ohne dass die Schuldenobergrenze erhöht wurde, dann würde Fitch seinem Rating ein ‚Ausblick negativ‘ geben“, sagte der Chef der Agentur für die Region Asien-Pazifik, Andrew Colquhoun, berichten Nachrichtenagenturen.

Drohende Herabstufung der USA durch Fitch: Obama muss sich beeilen

Sollten die USA am 15. August Zinsforderungen nicht nachkommen, werde die Agentur eine eingeschränkte Insolvenz feststellen. Andrew Colquhoun gehe aber davon aus, dass dieser Fall vermieden werde. Der US-Regierung geht nach eigenen Angaben am 2. August das Geld aus, wenn der Kongress die gesetzliche Schuldenobergrenze nicht erhöht und damit keine weitere Kreditaufnahme zulässt.

Obama hat den Kongress um eine Anhebung der Schuldenobergrenze gebeten, um mit weiteren Kreditaufnahmen eine Zahlungsunfähigkeit und damit Turbulenzen an den Finanzmärkten sowie Belastungen für die zögerliche Erholung der größten Volkswirtschaft zu vermeiden. Seit ihrem Wahlsieg im November pochen die Republikaner aber als Gegenleistung dafür auf drastische Einschnitte im Budget, unter anderem bei der erst im vergangenen Jahr beschlossenen Gesundheitsreform.

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