Sorge um Sicherheit bei AKW in USA

US-Amerikaner im Bundesstaat Nebraska fürchten eine nukleare Katastrophe, weil zwei Atomkraftwerke vom Hochwasser des Missouris umspült sind. Aufsichtsbehörden bekräftigen, dass die Reaktoren sicher sind. Journalisten spekulieren über eine Nachrichtensperre.

Zwei Atomkraftwerke im US-Bundesstaat Nebraska sind seit Tagen vom Hochwasser des Missouris umgeben. Luftaufnahmen zeigen, dass die Anlagen ringsherum von Wasser umspült sind. US-Präsident Barack Obama hat wegen des Hochwassers den Notstand für Nebraska ausgerufen.

Umweltschützer beschreiben die Gefahr, dass sich radioaktives Kühlwasser mit dem Wasser des Flusses vermischen könnte. Die US-amerikanische Nuklearaufsicht (NRC) sieht diese Gefahr nicht. Es seien alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, sagte ein NRC-Sprecher der New York Times wie sueddeutsche.de berichtete.

Laut Presseberichten ist es in einem der beiden betroffenen Atomkraftwerke vor kurzer Zeit zu einem Zwischenfall gekommen. Demnach sei Anfang Juni im Schaltraum des Atomkraftwerkes ein Feuer ausgebrochen. Dadurch sei die Kühlung im Abklingbecken lahmgelegt worden. Der Reaktor liegt rund 30 Kilometer von der Stadt Omaha entfernt. Das AKW wird streng von der NRC überwacht.

Hat Präsident Obama eine Nachrichtensperre verhängt?

Journalisten von europaticker.de spekulieren, dass Präsident Obama eine Nachrichtensperre verhängt haben könnte. Es fehle jegliche Transparenz über das, was in Nebraska passiere. Die großen Nachrichtenagenturen der USA würden kaum über die Vorgänge berichten.

Die NaturFreunde Deutschlands haben laut europaticker.de die Bundesregierung aufgefordert, das „Gefährdungspotenzial in Nebraska“ zu analysieren. Zudem solle die die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) nicht nur in Japan aktiv sein, sondern auch einen Bericht über die beiden AKWs in Nebraska vorlegen.

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