Griechenland-Krise: Soros und Weber mit düsteren Prognosen

Führende Ökonomen fordern die Regierungen der Euroländer auf, endlich eine langfristige Strategie in der Eurokrise einzuschlagen, die derzeitige Politik der Überbrückungsfinanzierung schade mehr als sie nutze.

Am Sonntag sagte George Soros in Wien, die Eurozone brauche dringend einen Weg um die derzeitigen Probleme zu lösen. Es fehle an Korrekturmöglichkeiten innerhalb der Währungsunion, schuld daran sei die Politik. Diese halte zu sehr am Status Quo fest, anstatt eine Lösung für die derzeitigen Probleme innerhalb der Eurozone zu finden. In den vergangen Jahren sei es zu einem Auseinanderdriften statt einer Annäherung innerhalb der Währungsunion gekommen. Nun liege es an der Zivilgesellschaft, geeignete Lösungen für die Krise einer ungleichen Union von der Politik zu fordern, weil die Wirtschaft am Rande eines Kollapses stehe.

Auch der ehemalige Bundesbankdirektor Axel Weber fordert im Interview mit dem Wall Street Journal von den Regierungen der Euroländer eine Entscheidung in der Eurokrise. Es gäbe für Griechenland drei Möglichkeiten: Einen Haircut, einen Staatsbankrott oder eine umfassende Bürgschaft für griechische Staatsschulden. Eine diese drei Optionen müsse gewählt werden, denn hinter den derzeitigen Hilfszahlungen stecke keine langfristige Strategie. Der fehlende Wille der übrigen Euroländer zu einer klaren Linie schade den Griechen anstatt ihnen zu helfen.

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