Ausverkauf könnte Griechenland vor der Insolvenz bewahren

Griechenland könnte durch den Verkauf von Staatseigentum viel Geld einnehmen und die Vorgaben der internationalen Helfergemeinschaft erfüllen. Doch vieles lässt sich nur schwer zu Geld machen. Der Widerstand im Land steigt.

Durch den Verkauf von Staatseigentum könnte Griechenland bis zum Jahr 2015 mehr als 50 Milliarde Euro einnehmen. Will Griechenland die Anforderungen der EU und des IWF erfüllen, bleibt ihnen kaum eine andere Wahl. Denn die Griechen müssen in den nächsten vier Jahren 78 Milliarden Euro auftreiben, wollen sie weiter Hilfsgeld bekommen.

Die möglichen Milliardenbringer sind laut Wall Street Journal weit gestreut aber oft auch schwierig zu verkaufen. Dazu gehören: vier Airbus-Flugzeuge, eine staatliche Lotterie, eine Pferderennlizenz, Casinoanteile, diverse Häfen, zwei Wassergesellschaften, ein Telekommunikationsunternehmen, hunderte Kilometer an Straße und Stränden und eine Nickelmine. Viele dieser Werte lassen sich allerdings schwer zu Geld machen, berichtet das Wall Street Journal. Griechenland versuche bereits seit Jahren erfolglos einige dieser Anlagen zu verkaufen. Seit dem Jahr 2000 hat Griechenland lediglich zehn Milliarden Euro durch Privatisierungen eingenommen.

Ob beziehungsweise unter welchen Umständen es zu Veräußerungen kommen wird, werden die nächsten Tage und Wochen entscheiden. Das griechische Volk lehnt sich mit breiter Front gegen die Sparmaßnahmen auf und Streiks stehen auf der Tagesordnung. Lassen Europa und der Internationale Währungsfonds Griechenland fallen, könnten sich allerdings andere Investoren in Europa einkaufen.

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