Atomanlagen in den USA bedroht

Gleich zwei Naturgewalten bedrohen Atomanlagen in den USA. In Nebraska setzt der Missiouri das AKW Fort Calhoun unter Wasser und in New Mexico bedroht ein Waldbrand den Geburtsort der Atombombe in Los Alamos.

In Nebraska steigt der Missouri immer weiter und fließt an die Stahlbetonwände des AKW Fort Calhoun entlang. Da eine Gummibarriere den Wassermassen nachgegeben hat, die das Kraftwerk vor dem Wasser schützen sollte, musste das AKW vom Netz genommen werden. Die nötige Versorgung der Anlage wird von Notstromgeneratoren sichergestellt, die auch das Abklingbecken kühlen.

In New Mexico kämpft man mit einer anderen Naturgewalt. Dort lodert ein großflächiger Waldbrand nahe an der Atomwaffenschmiede Los Alamos. Für die Anlage, in der die ersten Atombomben gebaut wurden, besteht nach Angaben der Behörden noch keine Gefahr. Laut der Organisation „Concerned Citizens for Nuclear Safety“ lagert aber eine andere Gefahrenquellen in der Nähe des Bandherds. In einem Zwischenlager befinden sich 30.000 Fässer mit plutoniumverstrahltem Müll aus der Anlage in Los Alamos.

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